Traditioneller Silvesterritt in Türkenfeld mit 80 Pferden, Ponys und Gespannen 

Hoch zu Roß ins neue Jahr

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Ein Votivwagen mit der Pfarrkirche Türkenfeld beim Silvesterritt.

Türkenfeld - Bevor sich das alte Jahr dem Ende neigte, kamen am 31. Dezember pünktlich zur Mittagszeit  rund 80  Pferde und Gespanne zur feierlichen Segnung: Der traditionelle Silvesterritt in Türkenfeld bildete auch dieses Jahr wieder den Höhepunkt des Jahres.

Auch die Kleinsten haben viel Spaß beim Silvesterritt. 

Bei winterlichem Wetter formierte sich der Festzug um 11.30 Uhr auf dem Schulgelände an der Zankenhausener Straße und traf gegen 12 Uhr im Ortszentrum ein. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straße bis zur Kirche und bestaunten die rund 80 Pferde, Ponys und Gespanne. Musikalische Untermalung bot das Blasorchester und die Blaskapelle Türkenfeld. Dabei waren außerdem verschiedene Ortsvereine mit Fahnenabordnungen, die Freiwillige Feuerwehr, das Bayerische Rote Kreuz, zahlreiche freiwillige Helfer/-innen sowie Votivwagen aus Türkenfeld und Jesenwang. Auch zahlreiche Hobbyreiter und Kinder auf Shetland-Ponys nahmen zu Ehren Silvesters am Umzug von der Schule zur Kirche teil. Nach kurzen Begrüßungsworten von Bürgermeister Pius Keller, erhielten Pferde und Gespanne den feierlichen Segen durch den örtlichen Pfarrer.

Dieser Brauch geht auf das Jahr 1807 zurück, als in der Gegend eine schwere Viehseuche grassierte. In ihrer Not wandten sich die Türkenfelder an den heiligen Silvester, den Schutzpatron der Haustiere und Nebenpatron der Pfarrkirche. Sie gelobten, alljährlich am letzten Tag des Jahres einen Ritt mit Segnung der Haustiere durchzuführen, wenn ihnen Hilfe gewährt werden würde. Die Seuche klang ab und die Gemeinde erfüllt seither das Gelübde.

Nicole Burk 

 

 

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