Sommerklausur der Brucker CSU

Brucker Rathaus bald am Viehmarktplatz?

+
Stellten die Ergebnisse der Brucker CSU-Sommerklausur vor (von links): Stellvertretender Fraktionssprecher Georg Jakobs und der Ortsvorsitzende Andreas Lohde.

Viele Projekte wollen die Christsozialen in Fürstenfeldbruck nach der Sommerpause in Angriff nehmen. Das gab der CSU Ortsvorsitzende Andreas Lohde zusammen mit Stellvertreter Dieter Pimiskern sowie dem stellvertretenden Fraktionssprecher Georg Jakobs bei einem Pressegespräch nach der jährlichen Sommerklausur bekannt. Neben einem weiteren Vorstoß für ein landkreisweites Mobilitätskonzept und den Planungen zur Umgestaltung des Viehmarktplatzes, will die CSU nun auch einen Antrag für einen Wirtschaftsbeirat in der Kreisstadt stellen.

Fürstenfeldbruck - Da sich bisher noch kein Investor für die beiden Entwürfe zur Umgestaltung des Viehmarktplatz gefunden hat, ist die Brucker CSU auf Ideensuche. Ein Gutachten vom Herbst 2017 hatte ergeben, dass weder die klassische Markthalle noch die von den Bürgern favorisierte sogenannte „Loop-Variante“, ein geschwungener Gebäudekomplex mit integrierten Marktständen und begehbaren Dach, sich wirtschaftlich rentieren würden. „Es ist bedauerlich, dass das bei der Ausschreibung nicht berücksichtigt wurde“, sagt Lohde. 

Auf dem Positionspapier, welches während der Sommerklausur ausgearbeitet wurde, könnte sich die CSU für den nördlichen Viehmarktplatz eine Kombination aus Arbeiten und Leben vorstellen. Weiter bestehe hier die Möglichkeit einer Verlegung der Verwaltung des Rathauses, die unter Einbeziehung des Nachbargrundstücks (Fitnessstudio Hardys), intensiver geprüft werden soll. Für den südlichen Viehmarktplatz könnten hier die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung als Grundlage für eine Neugestaltung sein. Als elementare Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen sei jedoch eine Tiefgarage.

Umfrage zum Verkehr wiederholen

Das von der Brucker CSU angeregte Vorhaben für ein landkreisweites Mobilitätskonzept mit Fahrradverleih und E-Car-Sharing sei bisher nicht in der Stadt Fürstenfeldbruck angenommen worden. Stattdessen wolle man hier eine eigene Initiative starten. Das widerstrebt dem Ortsvorsitzenden: „Wir wollen keine Insellösung“, sagt er. Beim Dauerbrenner Verkehr bezweifelt Lohde die Stichhaltigkeit einer Haushaltsbefragung, bei der von 16.000 Haushalten lediglich 1.600 zurück kamen. Weiter musste im April eine Verkehrserhebung aufgrund einer Flüchtlings-Demonstration abgebrochen werden, woraufhin die fehlenden Werte hochgerechnet wurden. „Das wird der Sache nicht gerecht“, meint Lohde und empfiehlt eine erneute Umfrage. 

Bauprojekte an Generalunternehmer

Die CSU will künftig hohe Baukosten für öffentlich geförderte Wohnungen vermeiden.  „Hier galoppierten die Preise nicht nur in Fürstenfeldbruck davon“, sagte der stellvertretende Fraktionssprecher Georg Jakobs. Aus diesem Grund sollen diese Projekte an Generalunternehmer vergeben werden. "Wir wollen lieber mehr, als weniger Wohnungen bauen", sagt Lohde.

Fliegerhorst

Mit der gemeinsamen Erklärung, die die Stadt Fürstenfeldbruck und das Innenministerium im Bezug auf die weitere Nutzung der Flüchtlingsunterkunft am Fliegerhorst erzielt hätten – maximal 1.000 Personen in der Einrichtung bei einer festgelegten Nutzungsdauer bis Ende 2023 – sei man „grundsätzlich nicht zufrieden“. „Die Anzahl an Belegungen ist immer noch zu hoch“, sagt Lohde. Doch zumindest der Punkt, dass bei einer Verlängerung die Stadt zustimmen müsse, gebe eine gewisse Planungssicherheit. Ziel sei es nun, das Konfliktpotenzial in der Aufnahmeeinrichtung so gering wie möglich zu halten.

Hamann

Auch interessant

Meistgelesen

Cineplex-Kinos verschieben Neustart
Cineplex-Kinos verschieben Neustart
In der Trauer nicht allein
In der Trauer nicht allein
Ausverkauft! Erstes Konzert nach Zwangspause im Veranstaltungsforum
Ausverkauft! Erstes Konzert nach Zwangspause im Veranstaltungsforum
Anhaltender Protest gegen geplante Eichenauer Buslinie
Anhaltender Protest gegen geplante Eichenauer Buslinie

Kommentare