Am Sonntag, 3. April 2011 kann Gröbenzell Stadt werden - Bürger entscheiden über Stadterhebung

Gröbenzell – Der kommende Sonntag, 3. April, ist ein historischer Tag: Die Bürger entscheiden, ob Gröbenzell zur Stadt erhoben werden soll. „Mit dem Stadt-Titel würden wir unsere Eigenständigkeit deutlich unterstreichen“, sagt CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Breitenfellner, „diese vielleicht einmalige Chance sollten wir nicht verstreichen lassen.“ Im nächsten Jahr schließlich feiert Gröbenzell das 60-jährige Jubiläum seiner Eigenständigkeit. In Gröbenzell muss erst noch abgestimmt werden, in der Nachbarschaft dagegen sind schon Fakten geschaffen worden: Olching und Puchheim werden in den nächsten Wochen zur Stadt erhoben. Allein schon, um die Augenhöhe mit den Nachbarn zu wahren, wie CSU-Ortsvorsitzender Tobias Huttenloher sagt, sei es wichtig, ebenso zur Stadt erhoben zu werden. „Die Ernennung zur Stadt stellt eine Auszeichnung für die Leistungsfähigkeit Gröbenzells dar“, betont Breitenfellner. Schließlich sei Gröbenzell ein beliebter Wohn- und Lebensort mit herausragender Infrastruktur: Top-Kinderbetreuung, besondere Kultur- und Vereinsvielfalt, unzählige Sportmöglichkeiten, beste Verkehrsanbindung, verschiedenste soziale Einrichtungen und Bildungsangebote, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, ein grünes Ortsbild und vieles mehr. „Der Stadt-Titel ehrt die vielen Bürger, die in den vergangenen 100 Jahren an der Entwicklung Gröbenzells mitgearbeitet haben“, erklärt Gröbenzells Kulturreferentin Brigitte Böttger. Auch Gröbenzells Bürgermeister Dieter Rubenbauer begrüßt ebenso wie seine Stellvertreter Walter Strauch und Siegfried Rahammer die Stadterhebung: „Es ist ein Ausdruck unseres Eigenlebens, unserer Leistungsfähigkeit und unserer hohen Lebensqualität.“ Hat die Stadterhebung Nachteile zur Folge? „Nein“, stellt Bürgermeister Rubenbauer klar. Die Steuern würden wegen der Stadterhebung nicht erhöht und die Bebauung nicht dichter, auch die Anzahl der Ratsmitglieder bleibe gleich. „Es gibt keinen einzigen sachlichen Grund gegen die Stadterhebung“, so Rubenbauer. Vielmehr wollen die Gegner einer Stadterhebung die derzeit scheinbar populäre „Gegen-Alles-Mentalität“ bestärken. „Es ist schrecklich, wie einige versuchen, unser schönes Gröbenzell schlecht zu reden“, bedauert Breitenfellner. Umso mehr freue es ihn, dass sich in der Gesellschaft und fernab politischer Grenzen ein breites Bündnis gebildet habe. Mitglieder aller Fraktionen, also von CSU, Grünen, SPD und Freien Wählern sprechen sich mittlerweile für die Stadterhebung aus. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, der selbst in Gröbenzell lebt, hat sich für die Stadterhebung eingesetzt. „Mit der Stadterhebung wird Gröbenzell eine echte Gartenstadt. Gröbenzell zieht in der öffentlichen Wahrnehmung mit den Nachbarstädten Olching und Puchheim gleich und bewahrt dennoch seinen natürlichen, lebenswerten Charakter.“ Und der Gröbenzeller Bestseller-Autor Werner Tiki Küstenmacher hält die Stadterhebung für längst überfällig: „Mit fast 20.000 Einwohnern sind wir doch seit vielen Jahren aus der Gemeinde-Liga herausgewachsen.“ Wer sich für die Stadterhebung aussprechen will, muss beim Bürgerentscheid am 3. April für das Bürgerbegehren 1 (Ratsbegehren) stimmen und das Bürgerbegehren 2 ablehnen. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet, auch Briefwahl ist möglich.

Auch interessant

Meistgelesen

Horror-Szenario als Übung
Horror-Szenario als Übung
Mit Picknickkorb zum Kloster
Mit Picknickkorb zum Kloster
Ballenpresse fängt Feuer
Ballenpresse fängt Feuer
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare