Große Feier im KOM

Sozialdienst Olching feiert 50-jähriges Bestehen

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50 Jahr-Feier des Sozialdienstes Olching (von links): Vorsitzender Tomas Bauer, zweite Bürgermeisterin Maria Hartl, Geschäftsführerin Bettina Schulz, ehemaliger Vorsitzender Gerhard Lieb, Sozialreferentin Gerlinde Zachmann, Landrat Thomas Karmasin, Katrin Straffler (CSU), Benjamin Miskowitsch (MdL) Bezirksrätin Gabriele Off-Nesselhauf sowie Hans Friedl (MdL)

Der Saal war vollbesetzt, als der Olchinger Sozialdienst sein 50-jähriges Bestehen feierte.

Olching – Neben Mitgliedern des Vereins, fanden sich viele Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit ein. Auch die bayerische Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) war zur Feierstunde geladen, musste aber kurzfristig wegen Krankheit absagen.

Gerlinde Zachmanns Verdienste

„Der Sozialdienst ist ihr viertes Kind“, hob die zweite Bürgermeisterin Maria Hartl hervor und bedankte sich gebührend bei Gerlinde Zachmann, Stadträtin und ehemalige Geschäftsführerin des Sozialdienstes. In den 50 Jahren seines Bestehens begleitete sie den Sozialdienst seit 46 Jahren als Mitglied, ehrenamtliche Helferin, Pflegedienstleiterin und Geschäftsführerin. Heute ist sie Aufsichtsrätin des Sozialdienstes und Ehrenmitglied.

Eine stetig wachsende Einrichtung

Ihre Tätigkeit als Stadträtin und Sozialreferentin sei zwangsläufig mit den Geschicken des Sozialdienstes verbunden, sagt sie. Dieser unterstützt mit seinen Kindereinrichtungen, Betreuungskreisen und dem Pflegedienst Familien, Kinder und hilfsbedürftige Senioren. Von der privaten Initiative zum Sozialdienst Olching 1969 wurde der Sozialdienst Olching aus einer privaten Initiative zur Nachbarschaftshilfe als Verein für Krankenpflege, Familienbetreuung und Familienhilfe gegründet. Zunächst ging es hauptsächlich um Kinderbetreuung, aber schon bald kamen die Bereiche Kranken- und Altenpflege hinzu. Im Laufe der Jahre und dank zahlreicher freiwilliger Helfer hat sich der Sozialdienst stetig erweitert: 1972 eröffnete der Kinderpark in Olching seine Tore, kurz darauf begann der Ausbau der ambulanten Kranken- und Altenpflege. 1977 kam ein neues Resort, Essen auf Rädern, hinzu und ein Jahr später wurde eine Kontaktgruppe für psychisch kranke Erwachsene und lerngeschädigte Kinder zur Intensivbetreuung ins Leben gerufen. 1985 startete die Hausaufgabenhilfe erneut, nachdem diese bereits 1973 und 1981 wegen mangelnder Frequentierung eingestellt werden musste. 

620 Mitglieder und 170 Mitarbeiter

Aktuell zählt der Sozialdienst 620 Mitglieder und 170 Mitarbeiter. In der ambulanten Pflege befinden sich 120 Patienten, womit die Grenze aufgrund Personalmangels eigentlich schon erreicht sei, wie Gerlinde Zachmann erklärte. Es sei schwierig, Mitarbeiter in diesem Bereich zu finden, da soziale Arbeit chronisch unterbezahlt sei. In seiner Abschlussrede ging der Aufsichtsratsvorsitzende Tomas Bauer auf die „immer knappen Mittel“ in der Krankenpflege ein, für die man sich dauerhaft einsetzen müsse. 

Nicole Burk

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