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Sozialrechtsberatung stark nachgefragt: Großer Mitglieder-Zuwachs bei der VdK in Fürstenfeldbruck

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Von: Dieter Metzler

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Die beiden Neumitglieder Charlotte Rechenauer und Roman Sowa umrahmt von den VdK-Funktionären Josef Dittrich (Ortsvorsitzender Gröbenzell), Manuela Lippold (Kreisgeschäftsführerin), Sonja Scherzinger (designierte Ortsvorsitzende Gröbenzell), Gabriele Münster (Ortsvorsitzende  FFB) und Kreisvorsitzender Roland Müller.
Die beiden Neumitglieder Charlotte Rechenauer (Vierte von links) und Roman Sowa (Zweiter von rechts) umrahmt von den VdK-Funktionären (von links) Josef Dittrich (Ortsvorsitzender Gröbenzell), Manuela Lippold (Kreisgeschäftsführerin), Sonja Scherzinger (designierte Ortsvorsitzende Gröbenzell), Gabriele Münster (Ortsvorsitzende FFB) und Kreisvorsitzender Roland Müller. © Dieter Metzler

Fürstenfeldbruck – Die Entwicklung beim VdK sehe er mit einem weinenden und einem lachenden Auge, meinte der Kreisvorsitzende des Sozialverbandes VdK Bayern, Roland Müller, als er in der Kreisgeschäftsstelle Bruck, mit Charlotte Rechenauer aus Gröbenzell das 10.000 Mitglied im Kreisverband und mit Roman Sowa aus Aich das 3.000 Mitglied des Ortsverbandes Fürstenfeldbruck begrüßte.

Einerseits freue er sich über den großen Zulauf, den der Sozialverband zu verzeichnen habe, andererseits sei es bitter, dass die Mitbürger den Verband brauchen. „Doch je stärker der Verband ist“, so Müller, „desto mehr können wir bewegen.“

Mitgliederzuwachs auch dank neuer Präsidentin

So habe nicht zuletzt die junge und dynamische VdK-Präsidentin Verena Bentele, als ehemalige deutsche Biathletin und Skilangläuferin mit vier Weltmeister-Titel und als zwölffache Paralympics-Siegerin wesentlich zum Aufschwung des VdK beigetragen. Auch die Neumitglieder würden immer jünger werden, berichtete Müller. „Waren sie früher über 70 Jahre, so ist jetzt schon ein beträchtlicher Anteil weit unter 60 Jahren.“

„Zahlreiche Menschen werden auch aus Solidarität Mitglied.“

Roland Müller, Kreisvorsitzender des VdK Bayern

Und zu den steigenden Mitgliederzahlen sagte der VdK-Kreisvorsitzende: „Als ich vor 18 Jahren Kreisvorsitzender wurde, hatten wir 4.000 Mitglieder, 2019 waren es 9.000 Mitglieder, und seit Dezember 2021 haben wir nun 10.000 Mitglieder.“ Im größten Verband des Kreises, dem Brucker Ortsverband sei der Mitgliederaufwuchs noch extremer verlaufen, so Müller. „Dabei stoßen nicht nur Menschen zu uns, die Hilfe von uns brauchen, sondern zahlreiche Menschen werden auch aus Solidarität Mitglied. Sie wollen mit ihrer Mitgliedschaft den Verband unterstützen.“

5.500 Beratungen im Jahr

Die wichtigste Aufgabe, weswegen die Menschen Mitglied im VdK werden, sei aber die Sozialrechtsberatung, sagte Müller. Der Kreisverband führt durchschnittlich im Jahr 5.500 Beratungen durch, stellt 1.200 Anträge, erhebt 400 Widersprüche und 70 Klagen. Die Statistik gibt dabei dem VdK Recht. So werden beispielsweise Widersprüche im Erwerbsminderungsrentenrecht neunmal so erfolgreich wie bei einer durchschnittlichen Anwaltsvertretung durchgefochten.

In Anwesenheit und im Namen des oberbayerischen stellvertretenden Bezirksgeschäftsführers Thomas Bejcar, sowie der Kreisgeschäftsführerin Manuela Lippold und des Gröbenzeller Ortsvorsitzenden Josef Dittrich sowie der designierten Ortsvorsitzenden Sonja Scherzinger und der Brucker Ortsvorsitzenden Gabriele Münster, wünschte Müller den beiden Neumitgliedern, dass sich ihre Hoffnungen auf den Verband erfüllen.

Kampf für soziale Gerechtigkeit

Bundesweit zählt der Sozialverband mit weit über zwei Millionen Mitgliedern zum größten Verband seiner Art. Der Bezirksverband Oberbayern zählt über 200.000 Mitglieder. Der VdK ist eine starke Lobby für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose. Die Fachkompetenz des VdK ist das Sozialrecht: Der Sozialverband versteht sich als Anwalt sozial benachteiligter Menschen und kämpft für soziale Gerechtigkeit. Der VdK habe sich in über 70 Jahren seines Bestehens vom ehemaligen Kriegsopferverband zu einem modernen Sozialverband für alle Menschen und alle Generationen entwickelt.
Dieter Metzler

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