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Sparkasse Fürstenfeldbruck bilanziert Geschäftsjahr 2021

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Von: Dieter Metzler

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Die Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Peter Harwalik und Frank Opitz.
Die Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Peter Harwalik und Frank Opitz. © Sparkasse

Fürstenfeldbruck – „Die Sparkasse Fürstenfeldbruck hat sich als Vier-Milliarden-Haus etabliert“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Peter Harwalik, der letztmalig die Bilanz 2021 für das Brucker Geldinstitut präsentierte, da er Ende des Jahres in den Ruhestand tritt. Erneut lag die Bilanzsumme über vier Milliarden Euro.

Pandemiebedingt verzichtete die Sparkasse auch heuer auf eine Präsenz-Pressekonferenz über das vorläufige Geschäftsergebnis des abgelaufenen Kalenderjahres und übermittelte online das Ergebnis des Jahresabschlusses.

„Trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen wie Negativzinsen und Corona können wir dennoch über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 berichten“, führt der Vorstandsvorsitzende in der Sparkassen-Pressemittteilung aus. Die Bilanzsumme erhöht sich im zurückliegenden Jahr um 1,9 Prozent auf nunmehr 4,31 Milliarden Euro. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss liegt bei 7,2 Millionen Euro, damit eine Million Euro über dem Niveau des Vorjahres. Zugleich hat sich das Kernkapital der Bank auf 369,3 Millionen Euro erhöht. „Damit übererfüllen wir die regulatorischen Eigenkapital-Anforderungen“, teilte Harwalik mit. Die Ausstattung der Sparkasse mit Eigenkapital sei solide und sehr zufriedenstellend.

Kreditgeschäft der Bank steigt auf 3,18 Milliarden Euro

Das Kreditgeschäft der Bank stieg um 93,7 Millionen Euro auf insgesamt 3,18 Milliarden Euro. Das sind drei Prozent mehr als 2020. Der Anteil an gewerblichen Krediten beträgt 1,72 Milliarden Euro (54,1 Prozent). Die Sparkasse hat im Jahr 2021 insgesamt 314 Millionen Euro neue Mittelstandsfinanzierungen zugesagt. Der Anteil an privaten Krediten beträgt 1,41 Milliarden Euro (44,3 Prozent). Immobilien- und Baufinanzierungen stehen weiter hoch im Kurs bei der Bank.

Im „Private Banking“ stehen die Themen Vermögensoptimierung, besonders das Wertpapiergeschäft und das Generationenmanagement, stark im Fokus, informierte Vorstandsmitglied Frank Opitz. „In einer Welt mit negativen Realzinsen, also Inflation ohne Zinsen, sind Sachwerte eine attraktive Alternative.“ Während die Kunden aufgrund der niedrigen Zinsen immer weniger auf Spareinlagen setzen (minus 1,2 Prozent), greifen sie mehr zu täglich fälligen Einlagen (plus 1,3 Prozent). Opitz berichtete von einem starken Interesse junger Kunden für den Aktienmarkt. Der Zuwachs bei den Wertpapieren stieg um mehr als 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Depotvolumen überstieg erstmals die Milliardengrenze. Gefragt sind vor allem Investmentfonds, wobei die Kunden mehr Wert auf eine nachhaltige Ausrichtung legen. So erfreuen sich auch Immobilienfonds und Edelmetallanlagen großer Beliebtheit.

Konstante Mitarbeiterzahl

Die Mitarbeiterzahl blieb konstant bei 666 Beschäftigten und 57 Auszubildenden. Nach wie vor stehen in 19 Filialen Mitarbeiter persönlich den Kunden für Fragen zur Verfügung. Online-Banking nutzen 67.668 Kunden (64,3 Prozent), die Sparkassen-App nutzen 33.844 Kunden (ein Anstieg um 21,5 Prozent). Man habe auch während der Corona-Pandemie die Vereine und sozialen Initiativen finanziell wieder unterstützt. „Die Sparkasse ist Teil der Gesellschaft und hat im Jahr 2021 Spenden- und Sponsorin-Mittel in Höhe von 200.000 Euro ausgereicht“, teilte Harwalik mit. Damit zählt die Sparkasse mit Abstand zu den größten nichtstaatlichen Förderern von sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten und Veranstaltungen im Landkreis.

Insgesamt blickt die Brucker Sparkasse trotz dieser nach wie vor schwierigen Zeiten optimistisch nach vorne. „2022 werden wir unsere Marktpotentiale weiter ausschöpfen. Insbesondere im zinsunabhängigen Geschäft werden wir uns weiterentwickeln, um uns von der Zinspolitik der EZB unabhängiger zu machen. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird einen breiten Raum einnehmen. Die digitale Transformation werden wir weiter beschleunigen. Ich sehe die Sparkasse Fürstenfeldbruck für die Zukunft gut gerüstet“, beendet Harwalik seine Ausführungen zur Bilanzvorstellung. „Wir haben ein außerordentlich gutes Geschäftsgebiet im Wirtschaftsraum München und damit beste Erfolgsaussichten.“

Metzler

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