Neubau Rathaus Gröbenzell

Spatenstich und Grundsteinlegung zusammen gefeiert

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Symbolischer Spatenstich in der Baugrube: Den Startschuss gaben Bürgermeister Martin Schäfer, die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler sowie Mitglieder des Gemeinderates und der Verwaltung

Sieben Monate hatte sich der Beginn des Rohbaus des Gröbenzeller Rathauses verzögert. Dafür gab es nun gleich zwei wichtige, symbolische Momente in einem: Spatenstich und Grundsteinlegung wurden zusammen gefeiert.

Gröbenzell - „Es ist ein großer Tag“, sagte Bürgermeister Martin Schäfer. Umso größer, da das Bauvorhaben finanziell ins Taumeln gekommen war. Für den Rohbau war zunächst nur ein Angebot eingegangen, das zudem noch weit über der Kostenschätzung lag. Die Ausschreibung wurde aufgehoben, es kam zu besagter Verzögerung. Das war laut Schäfer auch der Grund, warum man nun Spatenstich und Grundsteinlegung in einem feierte. „Ansonsten hätten sich die Leute gewundert, dass nach dem Spatenstich erst einmal lange Zeit nichts passiert. Um die Pause zu vermeiden, kam man nun zu der etwas außergewöhnlichen Lösung.

Rathaus-Altbau stammte teilweise aus den 50er Jahren

Und nun dürfen sich die Rathaus-Mitarbeiter darauf freuen, bald einen neuen Arbeitsplatz zu bekommen. „Ich bin selbst schon als kleiner Bub im Rathaus gewesen“, erinnerte sich Schäfer. Dabei sei er von den Mitarbeitern immer freundlich behandelt worden. Damit die Verwaltung alle ihre Aufgaben auch weiterhin meistern könne, müsse man sie entsprechend aufstellen. Dazu gehört auch das Rathausgebäude. Der Altbau stammt teils aus den 50er-, teils aus den 70er-Jahren. „Dort war Barrierefreiheit in keiner Weise gegeben“, sagte Schäfer. Beispielweise sei die Bauverwaltung für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar gewesen. „Die Aufzüge waren nicht mehr zeitgemäß“, sagte Schäfer weiter. 

Seit 2006 arbeitet die Gemeinde an einem Konzept für den Neubau

Dazu kam ein riesiger Renovierungsstau, wie der Rathauschef erklärte. „Wir hatten Wassereintritte und die Decken waren zum Teil durchgefault.“ Doch es hatte gedauert, bis Besserung eintreten kann. Schäfer erinnerte daran, dass die Gemeinde seit 2006 an einem Konzept für den Neubau arbeitete. Den Startschuss gaben Schäfer, stellvertretende Landrätin Martina Drechsler sowie Mitglieder des Gemeinderats und der Verwaltung mit dem symbolischen Spatenstich in der Baugrube an der Rathausstraße. Diese wird derzeit für die Tiefgarage ausgehoben. Danach soll in den kommenden Monaten nach oben gebaut werden. Laut Bauamtsleiter Markus Groß soll das neue Rathaus dann im Sommer 2020 bezogen werden. Die Anlieger müssen sich bis dahin zeitweise auf Behinderungen einstellen. „Wir bauen nicht auf der grünen Wiese“, sagte Groß. Er kündigte an, dass es im Zuge der Bauarbeiten vor allem in der Rathaus-, Post und Hermann-Löns-Straße immer wieder eng werden könne. 

Andreas Daschner

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