SPD-Bürgermeisterkandidat Norbert Seidl gewann Stichwahl mit 736 Stimmen Vorsprung – Wieder geringe Wahlbeteiligung

Harald Heitmeir (CSU) (l.) erwies sich als fairer Verlierer und zählte zu den ersten Gratulanten des neuen Bürgermeisters Norbert Seidl (SPD). Foto: Dieter Metzler

Die Würfel sind gefallen: Puchheims Rathaus bleibt in „roter Hand“. Der für die SPD kandidierende Norbert Seidl gewann am 22. Juli 2012 die Stichwahl um das Bürgermeisteramt gegen den parteifreien CSU-Kontrahenten Harald Heitmeir mit 736 Stimmen Vorsprung. Für Seidl entschieden sich 56,29 Prozent (3381 Stimmen), für Heitmeir 43,71Prozent (2625 Stimmen) der Puchheimer Wählerinnen und Wähler. Enttäuschend einmal mehr die geringe Wahlbeteiligung: Nur 39,7 Prozent der 15.244 wahlberechtigten Puchheimer gaben ihre Stimme ab; vor zwei Wochen beim ersten Wahlgang waren es noch 44,3 Prozent.

Bereits nach Auszählung des ersten Stimmkreises zeichnete sich der klare Wahlsieg für den SPD-Kandidaten Seidl ab, der, nach der Empfehlung aus dem Lager der Grünen, UBP und Freien Wähler, mit der Unterstützung der Wähler dieser Parteien rechnen konnte. So zeigte sich auch niemand bei der Wahlparty im Kulturzentrum PUC so wirklich überrascht vom Ausgang des Wahlergebnisses. Dennoch freute sich der 48-jährige Hauptschullehrer über das eindeutige Wahlergebnis. „Ich bin hochzufrieden und freue mich über so viel Vertrauen“, sagte der zuvor noch recht nervös wirkende Seidl. „Man hofft auf so ein Ergebnis, rechnet aber natürlich nicht damit. Das ist ein klares Signal“. Sein Gegner Heitmeir konnte nicht einen der elf Wahlbezirke für sich gewinnen. Der 43-jähirge Harald Heitmeir zeigte Haltung nach der Niederlage, aber die Enttäuschung war ihm sichtlich anzumerken. Er sprach zwar von einem respektablen Ergebnis, aber auch von einem „schrecklichen“ Zitat, das da lautet: „Der Wähler hat entschieden“. Das müsse man akzeptieren. Als Kämmerer der Stadt werde er weiter machen, so Heitmeir, wenn eine Vertrauensbasis mit dem neuen Bürgermeister vorhanden ist. Am 15. September zieht Seidl offiziell ins Puchheimer Rathaus ein und tritt die Nachfolge des nach 24 Jahren nicht mehr kandidierenden Herbert Kränzlein an. Die Legislaturperiode dauert wegen der Angleichung der Wahlzeit des Bürgermeisters an die Wahlzeit des Stadtrates anstelle der üblichen sechs Jahre für Seidl sieben Jahre und sieben Monate bis zum 30. April 2020.

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