Michael Schrodi bericht über seine Arbeit in Berlin

SPD- Bundestagsabgeordneter Schrodi zieht Bilanz

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SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi ist seit zwei Jahren im Bundestag.

Zwei Jahre sitzt der 42-jährige Olchinger Michael Schrodi nun schon für die Sozialdemokraten im deutschen Bundestag in Berlin – Zeit für ein Zwischenfazit. In seinem Wahlkreisbüro in Olching berichtete der Abgeordnete für Fürstenfeldbruck und Dachau über seine Partei, seine Motivation in den Ausschüssen sowie über den Fortbestand der Großen Koalition.

Olching - Die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl vor zwei Jahren war turbulent. Es ging hin und her: Parteiendebatte, Minderheitsregierung oder doch Neuwahlen? „Es war schon hart als Anfänger“, bestätigt Michael Schrodi bei einem Pressegespräch in seinem Wahlkreisbüro. Hinausgelaufen ist es schließlich auf eine Große Koalition zwischen den beiden Volksparteien SPD und CDU/CSU – ein Verhältnis mit Spannungen. 

Keine Fortschritte ohne große Koalition

Und dennoch: „Wir konnten wichtige Dinge in den zwei Jahren umsetzen“, sagt der ehemalige Lehrer am Gymnasium. Trotzdem werden die Partei-Mitglieder beim Bundesparteitag im Dezember in Berlin über diese Frage diskutieren: Große Koalition, Ja oder Nein? Nicht zuletzt, aufgrund des einstelligen Wahlergebnisses nach der letzten Landtagswahl in Sachsen. „Fest steht, dass wir unsere Wähler enttäuscht haben, nicht nur wegen der GroKo“, sagt der 42-Jährige. Doch wenn er selbst kein Freund der Großen Koalition sei, viele Fortschritte für die Gesellschaft, wären ohne dieses Bündnis nicht möglich gewesen, sagt Schrodi. So zum Beispiel Durchbrüche für eine ordentliche Grundrente. 

Die Partei 

Für die eigene Partei hieße es jetzt, besser zu werden und sich positiver zu verkaufen. Probleme sieht Schrodi in der Partei vor allem bei Gerechtigkeitsfragen wie im Niedriglohnsektor und bei der Tarifbindung von Unternehmen. Mit einer Neuaufstellung in der Fraktion und an der Spitze hofft er auf eine Politik für die Mehrheit der Gesellschaft. „Die SPD ist eine lebendige Partei und hat Zukunft“, sagt er.

 Arbeit in den Ausschüssen 

Michael Schrodi ist Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Mitglied im Finanzausschuss – seinem „Wunschausschuss“. Als großen Tag bezeichnete er hier, als durch den Bundestag das Familienentlastungsgesetz für Familien mit geringem Einkommen beschlossen wurde. Im Umweltausschuss hat es ihm vor allem der Wald angetan. „Wir brauchen den Waldumbau“, sagt er. Nur dann könne der Forst die nächsten Hitzeperioden überstehen. Dafür will er mit einem Antrag finanzielle Mittel für private und staatliche Forsten fordern. 

Einnahmen erhöhen 

„In die soziale Gerechtigkeit zu investieren, wird ein Kraftakt“, sagt er. Alleine für Verkehr und Klimaschutz rechnet man mit rund 140 Milliarden Euro – Investitionen, die bezahlt werden wollen. Aus diesem Grund müssten auch die Einnahmen zunehmen – zum Beispiel durch höhere Vermögens- oder Erbschaftssteuern. Die jetzige Sparpolitik der Bundesregierung hält Schrodi hierbei für kontraproduktiv: „Die schwarze Null ist die Krise von morgen.“ 

Öffentlicher Personennahverkehr 

Zwar sei der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis mit Bussen gut aufgestellt, was Schrodi aber fehle sei die Bahn. 

Umwelt und Klima 

Die Demonstrationen rund um „Fridays for Future“ nutzen der Partei, sagt Schrodi, da der damit verbundene Druck mehr Spielraum für Handlungen zulasse, die zuvor blockiert wurden. „Wir brauchen das Kohleausstiegsgesetz und eine CO2-Bepreisung, die sozial gerecht ist.“ 

Hamann

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