68-jähriger Rentner aus Olching  wurde wohl schon beim Geldabheben beobachtet

Bei stürmischer Umarmung von zwei Spendenbetrügerinnen um 2000 Euro erleichtert 

Olching - Die Polizei warnt vor zwei betrügerischen Spendensammlerinnen: Ein 68-jähriger Rentner aus Olching hatte am Wochenende gegen 9.20 Uhr 2000 Euro von seinem Konto in der Sparkasse abgehoben und diesen Betrag in der Gesäßtasche verstaut. Noch in der Olchinger Hauptstraße sprachen ihn zwei junge, vermutlich osteuropäische  Damen an mit der Bitte, doch die Gründung eines Zentrums für Behinderte und Taubstumme zu unterstützen. Der Rentner spendete 5 Euro und wurde stürmisch umarmt. Von den 2000 Euro, die der Rentner bei sich trug, fehlt seitdem jede Spur. 

 Der 68-jährige hatte  am Samstagvormittag, 23. 11.  gegen ca. 09.20 h zunächst 2000,-€ von seinem Konto bei der Sparkasse Olching abgehoben und diesen Geldbetrag anschließend in seiner Gesäßtasche verstaut. Kurz darauf wurde er dann beim Verlassen des Bankgebäudes, noch in der Olchinger Hauptstraße, von zwei  Spendensammlerinnen angesprochen. Diese gaben ihm gegenüber vor, eine Initiative zur Gründung eines Zentrums für Behinderte und Taubstumme zu unterstützen.  Der Rentner übergab eine Spende von 5 Euro. Hieraufhin fielen beiden Frauen dann mit teils theatralischen Umarmungen über den Rentner her, dies wiederum - wie er annahm - um sich für seine Spendenbereitschaft zu bedanken. 

Der Schreck folgte für den Mann dann aber nur kurze Zeit später auf dem Fuß. Als er nämlich zu Hause ankam,  bemerkte er, dass die 2000 Euro aus seiner Gesäßtasche verschwunden waren. Diese wiederum mussten ihm von den beiden Frauen während der Umarmung aus der Hosentasche gezogen worden sein. Eine andere Erklärung   konnte jedenfalls ausgeschlossen werden. 

 Die beiden Frauen wurden vom Geschädigten so  beschrieben: 1. Ca. 18-20 Jahre alt, schulterlanges Haar, dunkelhaarig, schlanke Figur. Bekleidet mit dunklem Anorak oder halblangen Mantel. 2. Ca. 15-18 Jahre alt, etwas kürzere Haare, dunkelhaarig, ebenfalls schlanke Figur. Bei der älteren Frau war hierbei eine Sprachbehinderung im Sinne des Spendenzwecks erkennbar, hierbei lässt sich aber nicht ausschließen, dass dies nur simuliert war. Beide Frauen machten auf den Geschädigten darüber hinaus zumindest einen fremdländischen Eindruck, seinem Vernehmen nach könnte es sich hierbei um eine slawische, bzw. osteuropäische, Herkunft gehandelt haben.  

Auffällig in diesem Zusammenhang war für den Rentner noch eine pinkfarbene Schreibkladde, welche von den beiden Frauen mitgeführt wurde und in welcher die Spendenbereitschaft der jeweiligen Spender kurz dokumentiert wurde. Die Polizei sucht Zeugen, die möglicherweise noch andere Vorfälle dieser Art beobachtet haben. 

 Die Polizei geht davon aus, dass der Geschädigte wohl schon beim Abhebevorgang des Geldes beobachtet wurde. Evtl. hielten  ja bereits zu diesem Zeitpunkt verdächtige Personen im Schalterraum der Bank auf. Hinweise in diesem Zusammenhang werden an die Polizeidienststelle Olching unter Tel. 08142/2930 erbeten. 

 Von polizeilicher Seite wird in diesem Zusammenhang zu  einem  grundsätzlich sensiblen - im Zweifelsfall durchaus auch kritischen - Umgang mit Spendensammlungen im Allgemeinen  geraten. Die Polizei: "Nicht hinter jeder Spendensammlung steckt ein Betrüger,  und die meisten Spendenaktionen werden sicherlich auch ziel- und zweckgerichtet eingesetzt. Aber es darf, bzw. muss, im Einzelfall auch erlaubt sein, sich durch kritische Nachfrage auch deren Zweckgebundenheit und Seriösität zu vergewissern."

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