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Anzeigenpflichtige Fischseuche „IHN“ in Türkenfelder Betrieb festgestellt

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Von: Miriam Kohr

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Eine Regenbogenrofelle schwimmt im Wasser
Die IHN ist eine anzeigepflichtige virusbedingte Fischkrankheit, die bei salmonidenartigen Fischen, insbesondere bei Regenbogenforellen auftritt. In Türkenfeld wurde nun ein Fall bekannt. © graphicphoto / Panthermedia

Türkenfeld - In einem Fischhaltungsbetrieb in der Gemeinde Türkenfeld ist bei Regenbogenforellen der Erreger der Infektiösen Hämatopoetischen Nekrose der Salmoniden (IHN) nachgewiesen worden.

Die Untersuchungen waren nach vermehrten Verlusten in dem Betrieb durchgeführt worden.

Die IHN ist eine anzeigepflichtige virusbedingte Fischkrankheit, die bei salmonidenartigen Fischen (Lachsfischen), insbesondere bei Regenbogenforellen auftritt. Erkrankte Fische sind träge, zeigen nach außen tretende Augäpfel und einen aufgetriebenen Bauch. Charakteristische Befunde sind Blutarmut der inneren Organe sowie punktförmige Blutungen im Bauchfell und Körperhöhlenfett. Bei Wassertemperaturen über 15 Grad werden im Allgemeinen keine Krankheitsausbrüche beobachtet.

Sperrgebiet und ein Überwachungsgebiet eingerichtet

Zur Vermeidung der Verschleppung der IHN hat das Landratsamt Fürstenfeldbruck unter Berücksichtigung des Wassereinzugsgebiets ein Sperrgebiet und ein Überwachungsgebiet eingerichtet. Alle Fischhaltungsbetriebe in diesen Zonen sind aufgefordert, sich beim Veterinäramt zu melden. Für Betriebe im Sperrgebiet gilt, dass Fische nur mit Genehmigung des Landratsamts verbracht werden dürfen. Die Beschränkungen der Fischseuchenverordnung gelten nicht für freilebende Fische in natürlichen Gewässern.

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