Glücksspielsträhne vorbei!

Spielhallenbetrüger erbeuten mehr als eine halbe Million Euro – Tatverdächtige in Haft

Polizistin steht vor einem Polizeiauto
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Polizisten durchsuchten Objekte im Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz, dessen Mieter oder Besitzer mit den Spielhallenbetrügern in Verbindung gebracht werden.
  • vonMiriam Kohr
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Fürstenfeldbruck - Mit der Durchsuchung mehrerer Objekte fand am 25. Februar ein Ermittlungskomplex gegen eine Bande gewerbsmäßiger Betrüger seinen vorläufigen Höhepunkt. Ihnen liegt zur Last, zuvor mehr als eine halbe Million Euro durch die Manipulation von Glücksspielautomaten erbeutet zu haben.

Den Anstoß zu den Ermittlungen hatte ein Betreiber von Spielhallen im Raum Fürstenfeldbruck gegeben. Ihm war aufgefallen, dass an zahlreichen Glückspielgeräten in verschiedenen Spielhallen in der Weise manipuliert worden war, dass ungerechtfertigte Auszahlungen angestoßen wurden.

Die weiteren Ermittlungen zeigten, dass die überwiegend aus Nordrhein-Westfalen stammenden Täter bei ihren nachgeholfenen „Glücksspielsträhnen“ nicht nur in Oberbayern, sondern auch in weiteren Regionen Deutschlands aktiv waren und sich in rund 400 Fällen an Geldspielautomaten zu schaffen gemacht hatten.

Zugangsdaten und Hilfe erkauft

Bei ihren Taten nutzten sie Spezialwissen über die Gerätefunktionen sowie vertrauliche Zugangsdaten, welche sie zum Teil gegen Geldzahlungen von Dritten erhalten hatten. Teilweise war die Manipulation nur nach dem gewaltsamen Öffnen der Geräte und dem Durchtrennen gewisser Kabelverbindungen möglich. Zudem halfen ihnen häufig auch Aufsichtspersonen der Spielhallen. Sie waren insbesondere dafür bezahlt worden, bei offensichtlichen und wiederholten Manipulationen einfach wegzuschauen.

Bereits im September gab es Festnahmen

Bereits im September 2020 war es der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPI-Z) des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gelungen, drei tatverdächtige Spielhallenbetrüger auf frischer Tat in Fürstenfeldbruck festzunehmen. Zwei der Männer stammten aus Dortmund, einer aus dem Raum Fürstenfeldbruck. Ein weiterer mutmaßlicher Täter konnte in seiner Wohnung in Dortmund festgenommen werden. Von den vier Verdächtigen befinden sich zwei weiterhin in Untersuchungshaft.

Am 25. Februar wurden bei zwei weiteren Beteiligten an Objekten im Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz Durchsuchungen durchgeführt. Beide stehen im Verdacht, den eigentlichen Spielhallenbetrügern technisches Material und Wissen zur Durchführung der Taten zur Verfügung gestellt zu haben.

In dem Verfahren werden durch die sachleitende Staatsanwaltschaft München II in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei Ermittlungen gegen insgesamt 14 Personen geführt.
pi

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