Als Spitzensportlerin nach Neuseeland - Valentina Rupp war schon mit fünf auf dem Einrad einsame Spitze

Als Valentina Rupp aus Türkenfeld als Fünfjährige erstmals auf ein Einrad stieg, dachte sie wohl nicht in ihren kühnsten Träumen daran, dass sie bereits vier Jahre später in dieser Sportart zur deutschen Elite zählen würde. Denn eigentlich wollte sie nur Einrad fahren, weil Nachbarskinder auch fuhren. Nun geht die Türkenfelder Grundschülerin vom 25. Dezember bis 8. Januar gar bei der 15. Einrad-Weltmeisterschaft UNICON in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington an den Start.

Aufmerksam auf das Talent aus Türkenfeld wurde die Vorsitzende des Einradverbandes Bayern (EVB), Petra Plininger aus Mühldorf, bei einem dreitägigen Workshop in Teisendorf, nachdem „Tina“, wie die Neunjährige von allen gerufen wird, zuvor schon bei einem Einradtag in Landsberg mit ihrem Können aufgefallen war. Den ersten deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse heimste Tina gleich dann bei den nationalen Meisterschaften in Neufahrn bei Freising ein, nachdem sie als Oberbayerin an den schwäbischen Meisterschaften in Mering zuvor nur außer Konkurrenz hatte teilnehmen dürfen. Von Beginn an teilen Tinas Eltern die Begeisterung ihrer Tochter für den Sport und unterstützen sie nach besten Kräften. Vater Stefan fungiert zugleich als Berater, Manager und Trainer in einer Person. Derzeit trainiert er eifrig mit der Tochter mehrmals in der Woche in der Türkenfelder Schulsporthalle, die ihm der ortsansässige TSV zur Verfügung gestellt hat. Vom Verband wird Tina zusätzlich mit speziellen Trainingseinheiten in Landsberg gefördert. Geplant ist auch eine eigene Einrad-Abteilung „Fun-Wheels“ beim TSV im September 2010 aus der Taufe zu heben. Bis dahin wollen Tinas Eltern die Trainerlizenz erworben haben. Die ganze Familie, zu der mit der siebenjährigen Johanna und dem vierjährigen Benedikt zwei Geschwister zählen, fiebert nun der Weltmeisterschaft in Neuseeland entgegen. „Leider ist das Einradfahren nicht olympisch“, informiert Mutter Jeannette, „und deshalb erhalten die Sportler auch keine finanzielle Unterstützung durch den Deutschen Sportbund.“ Auch der Einradverband, der sich vor fünf Jahren aus dem Deutschen Radsportverband gelöst hat, fördert seine Mitglieder nicht, denn dann müsste er alle fördern. So müssen die Sportler für alle Kosten selbst aufkommen. Deshalb würde sich die Familie über eine Unterstützung für Tinas WM-Traum freuen (jeannette.rupp@t-online.de).

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