Spontane Feier zur Stadterhebung in Olching - Auch Puchheim wird Stadt

Zahlreiche Olchinger Gemeinderäte stießen zusammen mit 2. Bürgermeister Robert Meier, 1. Bürgermeister Andreas Magg und Landtags-Vizepräsident (in der Mitte von links) spontan auf die Stadterhebung Olchings an. - Foto: Hans Kürzl

Es gibt Momente in der Geschichte einer Kommune, in denen man es auf die Minute genau nimmt. Am 11. März 2011 gab es diesen Moment für Puchheim und Olching: Fast zeitgleich um 9.43 Uhr erreichte beide Rathäuser die Nachricht des Bayerischen Innenministeriums, dass dem Antrag zur Stadterhebung stattgegeben worden war. „Es ist schön, es ist eine große Ehre“, sagte Olchings erster Bürgermeister Andreas Magg voller Stolz.

Spontan hatte er den Gemeinderat zu einer Feier auf den umgestalteten Nöscherplatz eingeladen, um die Enthüllung des neuen Ortsschildes zu präsentieren. Auch Gewerbeverband und die Amtsleiter aus dem Rathaus waren zugegen. Magg sah dabei die Stadterhebung auch „als Anerkennung für die Vielfalt Olchings“. Daher wolle und könne man sich trotz der finanziell angespannten Lage der Kommune die neuen Ortstafel leisten. Die Finanzen Olchings wären ein kleines Fragezeichen innerhalb des Genehmigungsverfahrens gewesen, so der erste Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet. „Ansonsten waren in beiden Gemeinden die Voraussetzungen für die Stadterhebung gegeben“, erklärte Bocklet, der Olching wie Puchheim bei diesem Schritt stets unterstützt hatte. Zu den Kriterien zählen unter anderem die Größe des Ortes sowie die vorhandene Infrastruktur. Rein äußerlich wird sich für beide Gemeinden kaum etwas ändern. Neben den Ortstafeln ist die markanteste Änderung wohl, dass sich die Gemeinderäte künftig Stadträte nennen können. Offiziell der Fall sein wird dies im April oder Mai, wenn durch den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann die Ernennungsurkunde zur Stadterhebung übergeben wird. Dies wird innerhalb eines feierlichen Aktes geschehen, dessen Termin noch mit dem Innenministerium abgestimmt werden muss. In den Nachbargemeinden reagierte man mit Gelassenheit. Für Eichenau etwa erklärte die zweite Bürgermeisterin Gabriele Riehl, man fühle sich nicht als Vorort. „Wir sind selbstbewusst genug, uns als Gartenstadt zu präsentieren.“ Mit Gröbenzell könnte noch eine dritte Kommune des östlichen Landkreises zur Stadt werden. Dort werden die Bürger am 3. April entscheiden, ob man künftig den Titel einer Stadt tragen will.

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