Sportausschuss beschließt Kostendeckelung

Sportzentrum III nimmt weitere Hürde

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Skizze zum neuen Sportzentrum III im Brucker Westen.

Das überarbeitete Konzept des geplanten Sportzentrums III im Brucker Westen mit zwei getrennten Turnhallen war Thema der jüngsten Sportausschusssitzung. Nach langwieriger Diskussion beschließt das Gremium eine Kostenobergrenze und stimmt dem Vorhaben schließlich mehrheitlich zu.

Fürstenfeldbruck - Nahezu alle Ausschussmitglieder bekennen sich zum geplanten Sportzentrum III an der Rothschwaiger Straße zwischen B 471 und Cerveteristraße, aber die Kostenexplosion des Projekts stößt fraktionsübergreifend auf breite Ablehnung. Nachdem der Ausschuss den Wünschen des TSV-West nach einer eigenen Halle in einer Sondersitzung im September nachkam, war klar dass sich der Kostenrahmen von ursprünglich 8,6 Millionen auf 9,8 Millionen Euro erhöhen würde. In der nun vom Architektur-Büro Batzer vorgestellten Variante mit zwei getrennten Hallen belaufen sich die Ausgaben insgesamt jedoch auf rund 11 Millionen Euro. Hintergrund ist, dass die Halle für den TuS Fürstenfeldbruck deutlich größer ist als zuvor geplant.

Eine Schnitzelgrube und Fitnessräume

So sind neben einer 125 Quadratmeter großen Schnitzelgrube – dabei handelt es sich um ein mit Schaumstoffschnitzeln gefülltes Becken, in dem Geräteturner gefahrlos trainieren können – auch größere Gymnastik- und Fitnessräume hinzugekommen. „Da die Halle für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben wird, müssen die Räumlichkeit auch gescheit gebaut werden“, verteidigte TuS-Präsident Helmut Becker die Mehrkosten. Um Druck aus dem Kessel zu nehmen, signalisierte er zugleich, dass sich der TuS mit bis zu 700.000 Euro an den Kosten der Halle beteiligen würde. „Mehr geht nicht. Das ist unsere finanzielle Obergrenze.“ Da der Anteil der Stadt an den Gesamtkosten bei 70 Prozent liegt – die Vereine beteiligen sich mit jeweils 10 Prozent, die restlichen 20 Prozent übernimmt der Bayerische Landessportverband – würden laut Becker 4,5 Millionen Euro Zuschuss von Seiten der Kommune ausreichen. Finanzreferent Walter Schwarz (SPD) sieht die finanzielle Größenordnung mit Blick auf den Gesamthaushalt dennoch kritisch: „Im Gesamtinvestitionsprogramm der nächsten Jahre müssen wir auch Kosten für Kindergärten, Schulen und vielem mehr berücksichtigen.“ Schwarz plädierte erneut dafür, stattdessen den Abzug der Bundeswehr abzuwarten und dann die auf dem Fliegerhorst angesiedelten Sportanlagen zu nutzen.

Kostenobergrenze derzeit bei 4,5 Millionen

 „Im Westen wohnen fast zwei Drittel der Einwohner und im Fliegerhorst kommen nach der Konversion noch ein paar Tausend dazu, die die Sportstätten dann benötigen. Der Westen braucht ein eigenes Sportzentrum“, konterte OB Erich Raff (CSU). „Wir haben Verantwortung für die Haushaltsmittel und ausgegebenes Geld ist nun mal weg“, betonte zwar auch Andreas Lohde (CSU) „die Pflicht Ziele zu formulieren, die darstellbar sind.“ Letztendlich schloss er sich aber unter der Vorgabe, dass die 4,5 Millionen Euro Zuschuss als maximale Obergrenze festgeschrieben werden, wie die meisten anderen Ausschussmitglieder auch, der Argumentation Raffs an. Wie die Halle im Detail gebaut wird – mit oder ohne Schnitzelgrube – hat somit der TuS zu verantworten, der sich nun überlegen muss, welche Extras er sich leisten kann und welche nicht. Gegen die Stimmen von SPD und Grüne beschloss der Ausschuss unter Vorgabe der Kostenobergrenze von 4,5 Millionen Euro, das Projekt auf den Weg zu bringen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der noch darüber befinden muss.

Peter Fischer

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