Sprengstoffexplosion in Schule angekündigt - 17jähriger Germeringer ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert

Ein 17-jähriger Schüler eines Gymnasiums in Germering drohte in der Nacht zum Sonntag, 13. 6. 2010 bei einem Bekannten in einem Telefonat an, das Gymnasium in die Luft zu sprengen. Die über Notruf verständigte Polizei veranlasste sofort alle notwendigen Überprüfungen. Der tatverdächtige Schüler konnte kurz nach Mitternacht auf dem Gelände der Schule festgenommen werden. Er zeige sich völlig unkooperativ, gab lediglich an, im Gebäude eine Flüssigkeit zu erhitzen. Zudem wurde am Gymnasium ein aufgebrochenes Fenster gefunden.

Die Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord alarmierte die technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes. Während der Durchsuchung des Schulkomplexes mussten vorsorglich 27 Anwohner im Feuerwehrgerätehaus Unterpfaffenhofen untergebracht werden. In einem Lagerraum neben dem Werkraum der Schule fand man schließlich einen angezündeten Bunsenbrenner hinter dem ein Messbecher aus Plastik mit einer bislang nicht bekannten Flüssigkeitsgemisch erhitzt wurde. Die Zündquelle wurde sofort gelöscht. Weitere Gefahrenquellen wurden nicht gefunden. Der 17-jährige Schüler wurde zunächst in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die sachleitende Staatsanwaltschaft München II prüft derzeit einen Haftbefehlsantrag. Das Motiv für die Tat ist völlig unklar. Den Einsatz der Polizei, der gegen 03.45 Uhr beendet war, unterstützten rund 30 Feuerwehrleute und 28 Kräfte des BRK.

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