Autobauer kann Fahrsicherheitszentrum auf Fliegerhorst-Areal ausbauen

Stadt ebnet BMW den Weg für Ausbau seiner "Driving Academy"

+
Nach Abzug der Bundeswehr 2023 soll auf dem Gelände des Fliegerhortes ein neuer Stadtteil mit Gewerbe und Wohnungen für bis zu 5.000 Menschen entstehen (im Bild die Offizierschule der Luftwaffe).

Der Stadtrat gibt BMW grünes Licht für den Ausbau seiner „Driving Academy“ und beschließt für einen Teilbereich des Fliegerhorst-Geländes die Änderung des Flächennutzungsplans. Im Gegenzug verpflichtet sich der Autobauer zur Einhaltung von Lärmschutzgrenzwerten sowie zur Kostenübernahme von Planungen und Gutachten. Zudem wurde vereinbart, dass BMW sein neues Seminargebäude auf dem Gemeindegebiet der Großen Kreisstadt baut.

Fürstenfeldbruck - Bereits Ende März forderte BMW in einem Schreiben an Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) „zeitnah ein Bekenntnis des Stadtrates Fürstenfeldbruck zur Driving Academy“ auf dem Geländes des Fliegerhorstes. Hintergrund ist, dass BMW das größtenteils auf Maisacher Flur liegende Fahrsicherheitszentrum nach Süden hin ausbauen und um ein Tagungszentrum respektive Seminargebäude erweitern will. Da Fürstenfeldbruck nach Abzug der Bundeswehr neben Gewerbe aber auch Wohnraum für einige tausend Menschen schaffen will, hat der Stadtrat seine Zustimmung mit Auflagen verbunden. 

Gebäuderiegel soll vor Lärm abschirmen

Der ausgehandelte Entwurf sieht vor, dass die Stadt das betreffende Areal als sogenanntes „Urbanes Gebiet“ ausweist. In solchen Gebieten gelten tagsüber höhere Lärmschutzwerte als in reinen „Wohn- oder Mischgebieten“. Im Gegenzug verpflichtet sich BMW, sein geplantes Tagungszentrum nach Abzug der Bundeswehr 2023 auf Brucker Flur zu errichten, so dass die vom Fahrsicherheitszentrum ausgehende Lärmbelästigung durch einen Gebäuderiegel abgeschirmt und auf ein erträgliches Maß reduziert wird. 

BMW sichert Stadt zu Kosten für Planungen und Gutachten zu übernehmen

Laut Lärmschutzgutachten könnten so die für ein „Urbanes Gebiet“ geltenden Grenz- werte eingehalten werden. Neben der Einhaltung von Lärmschutzgrenzwerten sichert BMW vertraglich zu, die Stadt Fürstenfeldbruck von der Erschließungsverpflichtung seiner Anlagen freizustellen sowie die Kosten für Planungen und Gutachten zu übernehmen. 

Mit dem auf der jüngsten Stadtratssitzung einstimmig gefassten Beschluss bekommt nicht nur BMW die gewünschte Planungssicherheit, auch die Stadt kann nun gemeinsam mit den an der Konversion des Areals beteiligten Gemeinden ihre Planungen vorantreiben. CSU-Fraktionschef Andreas Lohde und Ulrich Schmetz (SPD) lobten unisono Oberbürgermeister Erich Raff und die Verwaltung für die erfolgreich geführten Verhandlungen.

Peter Fischer

Auch interessant

Meistgelesen

Deutsche Post plant großes Briefzentrum in Germering
Deutsche Post plant großes Briefzentrum in Germering
Lieder, Lichter und Laternen: St. Martins-Umzüge im Landkreis
Lieder, Lichter und Laternen: St. Martins-Umzüge im Landkreis
Alles was FRAU braucht. Fitness und Wellness für Ladies in Olching
Alles was FRAU braucht. Fitness und Wellness für Ladies in Olching
Grafrather Feuerwehr rettet Biber aus Pool
Grafrather Feuerwehr rettet Biber aus Pool

Kommentare