Fürstenfeldbruck und Livry-Gargan

50 Jahre Städtepartnerschaft

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Bürgermeister Willy Buchauer und seinen französischen Amtskollegen Alfred-Marcel Vincent bei der Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunden – unter dem Blick von Kulturreferent Dr. Lorenz Lampl.

Fürstenfeldbruck – 1963 setzten Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Elysée-Palast ihre Unterschriften unter den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit. Doch bereits Jahre zuvor hatten sich deutsche und französische Kommunen mit ihren Bürgern auf den Weg zu einer Wiederannäherung, Aussöhnung und letztlich einer Freundschaft gemacht.

Auch Fürstenfeldbruck pflegte bereits 1963 Kontakte zu Frankreich. Als erste Aktion gab es einen Schüleraustausch. Mehr wurde daraus aber nicht. Erst ein Jahr später sollte sich aus einem Gastspiel des Evangelischen Jugendchores unter der Leitung des Kirchenmusikers Horst Stegemann ein reger Austausch und letztlich die Städtepartnerschaft ergeben. Ein Auftritt hatte die Sänger in den Pariser Vorort Livry-Gargan geführt. Die Brucker wurden freundlich aufgenommen. Mit dem dortigen Bürgermeister Alfred-Marcel Vincent wurde ein Wiedersehen vereinbart. Diese freundschaftlichen Beziehungen waren die Grundlage für die spätere offizielle Besiegelung der Städtepartnerschaft. Im Juni 1967 stand das Thema „Partnerschaft mit einer französischen Stadt“ im Brucker Stadtrat auf der Tagesordnung. Das Gremium war sich einig, dass die Völkerverständigung nicht allein den Politikern überlassen bleiben dürfe, sondern dass sich freundschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen ergeben sollten und, dass dazu die Partnerschaft der Städte ein guter Weg sei. 

Seit 50 Jahren Partnerschaft mit Leben gefüllt

Am 28. Juni 1967 unterzeichneten die Bürgermeister der beiden Städte die Urkunde „in der Erkenntnis, dass die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem französischen Volke nicht allein auf der Bühne der internationalen Politik geschaffen und erhalten werden kann, sondern, dass diese nur dann von Dauer sein wird, wenn die Bürger beider Länder sich im Bewusstsein ihrer Verpflichtung, in persönlicher Wertschätzung und tiefer Verbundenheit zusammenfinden…“. Viele Treffen offizieller Delegationen, aber auch unzählige, von Vereinen organisierten Begegnungen auf kultureller und sportlicher Ebene haben seither diese Partnerschaft mit Leben erfüllt. Und so mancher Jugendliche hat die Verbindung genutzt, um das französische Leben kennen zu lernen oder die Sprachkenntnisse zu verbessern. Eine Festschrift zum Jubiläum gibt hierzu einen Einblick. Das 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Livry-Gargan wird außerdem vom 23. bis 25. Juni gebührend gefeiert. Auf dem Programm steht neben dem offiziellen Festakt mit geladenen Gästen im Veranstaltungsforum ein großes Bürgerfest der deutsch-französischen Freundschaft am 25. Juni von 11 bis 18 Uhr am Niederbronnerplatz. Bereits um 10 Uhr gibt es ein Standkonzert mit der Stadtkapelle Fürstenfeldbruck im Innenhof des Rathauses. Dort wurde vor zehn Jahren anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft ein Freundschaftsbaum gepflanzt. Von dort aus ziehen alle Beteiligten über die Haupt- und die Kirchstraße zum Niederbronnerplatz. Hier erfolgt um 10.30 Uhr der offizielle Startschuss für die Brucker Auftakttour der Aktion Stadtradeln. Um 11 Uhr wird Oberbürgermeister Erich Raff das Bürgerfest eröffnen. 

Bürgerfest zur 50jährigen Städtepartnerschaft

Für Unterhaltung sorgen unter anderem die Stadtkapelle, die Faschingsfreunde, die Heimatgilde, die Old School Big Band, der Kinderchor und die Blaskapelle der Schule Nord sowie diverse Folkloregruppen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Französische Köstlichkeiten treffen auf bayerische Schmankerl: Angeboten werden Weißwurst, Leberkäs und Bier, Flammkuchen, Crêpes und Wein sowie Kaffee und Kuchen und Käse und Champagner. Organisiert wird das Fest von Ehrenamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes in Kooperation mit der Volkshochschule Fürstenfeldbruck.

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