Bruck leistet sich 20.000 Euro Drohne - und spart viel Geld

Drohne im Anflug

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Mit der 20.000 Euro Drohne können bei Bedarf jederzeit und ohne große Umstände eigene Aufnahmen gemacht werden, die zudem qualitativ weitaus besser sind als die bisher gelieferten Bilder.

Fürstenfeldbruck ist eine der wenigen Kommunen in Deutschland, die im Besitz einer eigenen Drohne sind. Das vor über zwei Jahren erworbene Hightech-Fluggerät hat mittlerweile eine Vielzahl an Bildern geschossen und der Stadt eine Menge Geld eingespart. In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses wurden nun Einsatzspektrum und erste Ergebnisse vorgestellt.

Fürstenfeldbruck - Seit geraumer Zeit kreist immer mal wieder eine Drohne über die Dächer der Stadt. Nicht irgendeine Spielzeug-Drohne, sondern ein hochgerüstetes Fluggerät, das aus großer Höhe Luftbilder mit einer Genauigkeit von bis zu 20 Zentimeter machen kann. Die Investition war nicht gerade ein Schnäppchen: 20.000 Euro hat sich das die Stadt kosten lassen, „aber es rechnet sich allemal“, erklärt Markus Reize, Sachgebietsleiter für Stadt- und Verkehrsplanung, den Ausschussmitgliedern bei seiner Präsentation. Denn die von der stadteigenen Drohne gemachten Bilder sind unterm Strich deutlich günstiger, als wenn man für jeden Auftrag eine externe Firma beauftragen müsste. Insbesondere bei der Erstellung von 3-D-Modellen komme dies zu tragen. Hierfür werden tausende von Einzelaufnahmen benötigt, die anschließend am Computer mittels eines speziellen Programms zusammengesetzt werden. So entstanden in den letzten beiden Jahren räumliche Modelle des Klostergeländes oder des Fliegerhorstes. Auch große Teile der Brucker Innenstadt wurden bereits auf diese Weise im Modell erstellt. 

Externer Dienstleister vielfaches teurer

„Allein die Erfassung des Fliegerhorstes durch einen externen Dienstleister wäre ein Vielfaches teurer gewesen als die Anschaffungskosten der Drohne“, betont Reize. Aber auch in alltäglichen Dingen wie der Bestandserfassung, Planungen von Neubaugebieten oder Straßenbaumaßnahmen kommt die Drohne mit ihrer hochauflösenden Kamera zum Einsatz. In der Vergangenheit griff man hierfür oftmals auf Luftbilder des Staatlichen Vermessungsamtes zurück, doch die werden nur alle fünf Jahre aktualisiert. Nun könne man bei Bedarf jederzeit und ohne große Umstände eigene Aufnahmen machen, die zudem qualitativ weitaus besser sind als die bisher gelieferten Bilder. 

Fliegen der Drohe ist für Stadt nicht genehmigungspflichtig

Aktuelles Einsatzgebiet ist die Überprüfung der ökologischen Ausgleichsflächen: Anhand der Drohnenbilder kann problemlos kontrolliert werden, ob die gestellten Vorgaben den Plänen entsprechend umgesetzt wurden. „Dies wäre ansonsten nur mit erheblichen Aufwand möglich“, so Reize. Stadtrat Markus Droth (CSU) fragte noch nach den Nutzungsrechten der Daten und ob ein Flug vorher angekündigt wird. „Das Fliegen einer Drohne ist nicht genehmigungspflichtig“ wie Reize erläutert. „Auch die Öffentlichkeit muss nicht vorab informiert werden. Wir haben dies jedoch getan, als wir die Drohne über der Innenstadt kreisen ließen.“ Die Nutzungsrechte liegen unter Berücksichtigung des Datenschutzes, dies gelte insbesondere bei Bildern von Privatpersonen, bei der Stadt. 

Peter Fischer

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