Stadt Germering dankt Schulweghelfern mit ausgiebigem Frühstück

Großer Dank an die Schulweghelfer

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Zum Dank für ihre Arbeit wurden die Schulweghelfer zum Frühstück in das Café Zenja eingeladen.

Der Schal wird noch einmal enger um den Hals gezogen und wärmende Einlegesohlen in die Schuhe gesteckt – die Kelle ist griffbereit, ebenso die Warnweste. So beginnt der Tag vieler Schulweghelfer rund um die Germeringer Schulen. Den Kindern ein sicheres Gefühl vermitteln, ein Lächeln schenken und manchmal auch eine Rüge verteilen, diesen Job übernehmen derzeit zwölf ehrenamtliche Helfer. Die Suche nach Unterstützung bricht nicht ab.

Germering - „Sie wissen, wie gefährlich der Alltag sein kann, umso wichtiger ist es, die Kinder auf ihrem täglichen Schulweg zu unterstützen“ mit diesen Worten begrüßt Barbara Hagmann, Referentin für Schulen, die Schulweghelfer beim „Dankeschön-Frühstück“ im Café Zenja. Die Tafel ist reichlich gedeckt, was besonders diejenigen Helfer freut, die ihre Frühschicht gerade hinter sich gebracht haben. Nicht nur die Kälte, vor allem die Dunkelheit in den Morgenstunden macht den Alltag der ehrenamtlichen Schullotsen in den letzten Wochen oftmals zu einem Kraftakt. 

Zwei Schulweghelfer berichten

„Manche Autofahrer kratzen morgens nicht einmal ihre Scheibe richtig frei“, sagt Ted Hanel, der seit gut einem Jahr als Schulweghelfer arbeitet. Sich nur den Hobbies in der Rente zu widmen kam für den 68-Jährigen nicht in Frage. Der ehemalige Postbote wollte wieder eine Aufgabe haben und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun. „Einfach nur Regale einräumen, das wäre nichts für mich“, sagt der überzeugte Vegetarier beim Frühstück. Außerdem sei der Kontakt zu den Kindern und deren Freude über die Schulweghelfer oftmals Lohn genug, sagt Hanel. Ähnlich geht es da auch Ursula Birr, die 69-jährige Germeringerin geht noch dreimal die Woche arbeiten und an den restlichen zwei Tagen hilft sie den Schulkindern über die Straße. „Man muss die Kinder bewundern, zum Beispiel an Halloween, als sie sich alle verkleidet hatten“, erzählt Birr. Die Schulkinder seien immer sehr nett zu ihr und gingen brav über die Straße. Eine Nachbarin hatte sie auf die Tätigkeit aufmerksam gemacht und da sie Frühaufsteherin sei, mache ihr die erste Schicht von 7.15 bis 8 Uhr nichts aus. 

Mehr Geld und eine flexible Zeiteinteilung

Mundpropaganda, dieses Stichwort wirft auch Hagmann in die Runde und regt die Schulhelfer an in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach weiteren Freiwilligen zu suchen. „Eines ist uns ganz wichtig“, sagt Michael Baumhakl, Personalleiter der Stadt Germering, „es gibt pro Tag vier Schichten, also einen Vormittags- und einen Nachmittagsdienst, wie sich die Ehrenamtlichen diese Schichten einteilen möchten, eventuell nur einen Tag die Woche oder nur eine bestimmte Schicht, da sind wir ganz flexibel“. Einzig in der Vergütung äußert sich die Flexibilität der Schulweghelfer. Wer an allen Schultagen der Woche alle vier Schichten übernimmt, wird mit 350 Euro im Monat honoriert – und das auch in den Ferien. Diese Aussage unterstreichen auch Hagmann und Oberbürgermeister Andreas Haas. „Wir haben das Gehalt der Schulweghelfer angehoben und sind durch die unterschiedlichen Schichten sehr flexibel, um möglichst viele Menschen anzusprechen“, erklärt Haas. Denn Schulweghelfer werden immer gesucht, das bestätigt auch Margit Beckinger von der Kerschensteiner Schule, die verzweifelt einen „Guten Engel“ benötigen. 

Claudia Becker

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