Die Stadt Germering stellt turnusmäßig ihren Mietspiegel vor

Immer höhere Mieten

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Alle zwei Jahre stellt die Stadt Germering ihren neuen Mietspiegel vor.

Germering – Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen, dieses Ziel hat sich die Stadt Germering bereits 1994 gesetzt. Seitdem gibt es alle zwei Jahre eine neue Erhebung des Mietspiegels. Im Streitfall können sich Mieter und auch Vermieter vor Gericht darauf berufen.

Gemeinsam mit dem Statistischen Beratungslabor der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) wurde die Datenerfassung, die im Frühjahr 2020 stattfand, ausgewertet und konnte nun in einem Mietspiegel zusammengefasst werden. Dabei sei zu beachten, dass der Mietspiegel ausschließlich für nicht preisgebundene Mietwohnungen gelte. Im Vergleich zur Auswertung aus dem Jahr 2018 ist ein Trend klar ablesbar, die zu zahlenden Mieten in Germering gehen nach oben. Wenn die mittlere Nettomonatsmiete pro Quadratmeter damals noch bei 10,33 Euro lag, so ist sie im Jahr 2020 bereits bei 10,90 Euro angelangt. Das bedeutet eine Steigerung von 5,5 Prozent. Das läge daran, sagt Professor Helmut Küchenhoff von der LMU, dass die Ausstattungen der Wohnungen immer moderner würden. 1.594 Fragebögen gingen bei der Stadtverwaltung ein, nach einer Prüfung auf Vollständigkeit und Plausibilität wurden 788 davon in die Auswertung mit einbezogen. Berücksichtigt wurden dabei Gebäude mit mindestens vier oder mehr Wohneinheiten mit einer Größe von 30 bis 110 Quadratmeter. Zudem wurden die Wohnungen in zwei Kategorien unterteilt, in die bis zum Baujahr 1977 und ab dem Jahr 1978. Zusätzliche Wohnwertmerkmale können zu Zu- und Abschlägen führen. Wer sich ein genaues Bild vom Mitspiegel machen möchte, kann diesen für drei Euro im Info-Point des Rathauses oder im Mehrgenerationenhaus Zenja, Planegger Straße 9, erwerben. Online ist er nicht abrufbar.

Becker

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