50.000 Euro für Machbarkeitsstudie

Standortsuche für Eishalle

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Das vom Eislaufverein favorisierte Areal zwischen Klosterstadion und Schwimmbad ist zwar Eigentum der Stadt, gilt allerdings aus lärmschutztechnischen Gründen als problematisch.

Fürstenfeldbruck – Die Errichtung einer Eissporthalle in Fürstenfeldbruck wird weiterverfolgt. Einstimmig nahm der Stadtrat einen entsprechenden Bürgerantrag an. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zur Standortsuche sollen auch Überlegungen hinsichtlich eines Betreibermodells sowie Investitions- und Energiekonzepte berücksichtigt werden.

Es ist ein erster Schritt – immerhin. 50.000 Euro stellt die Stadt in diesem Jahr für erste Planungen zur Errichtung einer Eissporthalle zur Verfügung. Damit soll eine Machbarkeitsstudie zur Standortuntersuchung finanziert werden. Ist dieser gefunden, werden im nächsten Jahr weitere 300.000 Euro zur weiteren Ausarbeitung bereitgestellt. Wann die Halle dann tatsächlich gebaut wird, richtet sich nach den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln. 

Potentielle Investoren in die Standortsuche einbeziehen? 

In den Finanzplanungen der Stadt für die kommenden Jahre ist hierfür noch keine konkrete Summe eingeplant. Neben dem vom Eislaufverein favorisiertem Areal an der Schöngeisinger Straße brachte Sportreferent Martin Kellerer (CSU) auch mögliche Standorte an der Kurt-Schuhmacher-Straße sowie auf dem Fliegerhorstgelände ins Spiel. Das Areal zwischen Schwimmbad und Klosterstraße befindet sich zwar im Eigentum der Stadt Fürstenfeldbruck, gilt aber insbesondere aus lärmschutztechnischen Gründen als problematisch. Florian Weber (Die Partei & Frei) forderte in einem Änderungsantrag, im Rahmen der Machbarkeitsstudie neben „ intelligenten Energiekonzepten“- wie beispielsweise groß- flächigen Photovoltaik-Anlagen - auch gleich verschiedene Betreiber- und Investitionskonzepte zu prüfen. „Wir sollten von vornherein potentielle Investoren in die Standortsuche einbeziehen“, so Weber. 

Gespaltene Meinung zu Webers Vorschlag

Für SPD-Fraktionschef Philipp Heimerl käme die Suche nach einem Betreiber zum jetzigen Zeitpunkt allerdings zu früh. „Es ist sinnvoll, sich im ersten Schritt auf die Standortsuche zu beschränken.“ Auch Fraktionskollege Mirko Pötzsch will „erstmal Grundlagen schaffen“, danach könne über alles Weitere gesprochen werden. „Warum zu früh“, fragte Christian Stangl (Grüne). Stangl hält es ebenso wie Dieter Kreis (ÖDP) durchaus für sinnvoll, die Frage nach der Finanzierung frühzeitig zu klären. Für beide machen die von Weber gestellten Forderungen durchaus Sinn, da neben den Investitionskosten, die sich auf etwa zehn Millionen Euro belaufen dürften, ja auch noch jährliche Unterhaltskosten hinzukämen, welche die Stadt zu leisten habe. Das Germeringer Polarium etwa muss jährlich mit 600.000 Euro bezuschusst werden - in Zeiten klammer öffentlicher Kassen eine nicht unerhebliche Summe. 

Einstimmig für Kompromissvorschlag 

Schließlich einigte man sich auf einen Kompromissvorschlag von Andreas Lohde (CSU), der vorsieht, dass im Rahmen der Machbarkeitsstudie zur Standortsuche auch Überlegungen hinsichtlich möglicher Betreibermodelle sowie Investitions- und Energiekonzepte berücksichtigt werden. Nachdem ein geeigneter Standort gefunden ist, könnten dann konkretere Überlegungen angestellt werden. Der Beschluss fiel einstimmig. 

Peter Fischer

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