Stadt stellt neue Pläne vor

Mehr Schutz für Radler

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Planer Benjamin Schneider stellte im Sitzungssaal des Rathauses die Pläne für einen neuen Radweg an der Augsburger Straße vor.

Fürstenfeldbruck – Mehr Sicherheit für Radfahrer auf der stark befahrenen Ausgburer Straße in Bruck will die Stadt schon lange. Nach zahlreichen Diskussionen mit dem für die Bundesstraße zuständigen Straßenbauamt, soll im Herbst der Bau eines Radwegs angegangen werden. Die Pläne wurden nun öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses vorgestellt.

Knapp 30 Brucker wollten sich informieren, wie der Radverkehr auf der Augsburger Straße künftig funktionieren soll. Wie Planer Benjamin Schneider erklärte, sollen eine Kombination aus Schutz- und echten Radfahrstreifen sowie Radverkehrsfurten und Mittelinseln geschaffen werden. „Die Schutzstreifen dürfen von Autos befahren werden, wenn dort keine Radler unterwegs sind“, erklärte der Planer. Radfahrstreifen seien für Autos dagegen tabu, außer sie müssen zum Erreichen einer Grundstückseinfahrt überquert werden. Die Planung teilt sich in mehrere Abschnitte auf. Von der Philipp- Weiß- bis zur Marthabräustraße ist ein beidseitiger Schutzstreifen mit 1,5 Metern Breite vorgesehen. Weit bis zur Kronprinz- Rupprecht-Straße entsteht Richtung Süden ebenfalls ein Schutzstreifen. Der vorhandene getrennte Geh- und Radweg Richtung Norden bleibt erhalten. Ein Radfahrstreifen mit 1,8 Metern Breite wird bis zur Brücke über die B471 geplant. Am Ährenfeld schließlich soll der Radweg in einen Schutzstreifen Richtung Norden entlang der Staatsstraße übergeleitet werden. 

Dauer der Grünphase an der B2 soll geändert werden

Auf Höhe der Marthabräustraße soll eine Radverkehrsfurt für Sicherheit sorgen, bei der Kreuzung mit der Kronprinz-Rupprechtbeziehungsweise Nordendstraße ist eine Mittelinsel geplant. Als problematisch erweist sich die Kreuzung mit der Fichtenstraße. Wie Schneider auf Anfrage eines Bürger erklärte, ist dort der Platz für eine Mittelinsel nicht vorhanden. Generell sei das Ziel, dass nach einer Sanierung der B2 die Schutzstreifen alle in Radfahrstreifen umgewandelt werden. Die jetzige Lösung soll im Herbst umgesetzt werden, allerdings müssten noch letzte Details mit dem Straßenbauamt geklärt werden, so der Planer. Auch die komplexe Kreuzung an der Philipp-Weiß-Straße mit fünf Straßenästen bereitet den Planern noch Kopfzerbrechen. Wie Matthias Fiedler, Verkehrsplaner der Stadt, erklärte, gebe es durchaus Überlegungen, auch dort etwas zu tun. „Auf die Schnelle kann das aber nicht umgesetzt werden.“ Das liegt laut dem amtierenden Bürgermeister Erich Raff daran, dass an der Dauer der Grünphasen auf der B2 etwas geändert werden müsste. „Und dagegen sträubt sich das Straßenbauamt noch.“- Thomas Brückner vom Verkehrsforum Fürstenfeldbruck und Adi Stumper vom ADFC begrüßten, dass etwas für die Radfahrer gemacht wird. 

Anwohner sollen durch die Ausbaubeiträge nich belastet werden

Beide sehen in den jetzigen Plänen aber nur eine Kompromisslösung. „Es gibt sicher optimalere Möglichkeiten“, sagte Stumper. Und Brückner erwartet, dass mit dem B2-Ausbau noch bessere Lösungen realisiert werden. Raff sieht in der jetzigen Planung zumindest einen „guten Kompromiss im Vergleich zur bisherigen Situation“. Und die hat auch noch einen weiteren Vorteil: „Die Anwohner werden nicht durch Ausbaubeiträge belastet“, so der Rathauschef. Die Umsetzung zahle die Stadt. 

Andreas Daschner

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