Mehr Radlständer

Stadt will die Fahrradabstellanlagen am Bahnhof erweitern und modernisieren

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Eine Mehrheit sprach sich für den Erhalt dieser Anlage aus. Ursprünglichen Planungen zufolge hätte hier eine Doppelstockparkanlage für 320 Räder errichtet werden sollen.

Fürstenfeldbruck – Mehr Abstellplätze, modernere Anlagen und eine Sammelschließanlage für teure Bikes – die Stadt will im Rahmen der B+R Offensive des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn die Kapazität am Brucker Bahnhof erhöhen und für Radler attraktiver gestalten.

Nicht unumstritten waren die von Claudia Gessner, Radverkehrsbeauftragte im Rathaus, vorgestellten Pläne zur Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Brucker Bahnhof. Zwar war man sich im Verkehrsausschuss einig, das von Umweltministerium und Bahn aufgelegte Programm zur Schaffung von 100.000 neuer Radstellplätze an bundesdeutschen Bahnhöfen zu nutzen – im besten Fall wären bis zu 90 Prozent der Kosten förderfähig – an der Umsetzung schieden sich jedoch die Geister.

Doppelstockanlage ungünstig für Schwächere

Widerstand formierte sich vor allem gegen den Vorschlag, die bestehende Abstellfläche in unmittelbarer Nähe an der Unterführung zu den Gleisen durch eine Doppelstockanlage zu ersetzen. Dies würde zwar die Kapazität in diesem Bereich von derzeit 192 Stellplätze auf 320 erhöhen, allerdings sei die obere Ebene für „Bandscheibengeschädigte und Frauen problematisch“, wie Thomas Brückner (Grüne) anmerkte. „Die kriegen das Rad kaum hoch.“ Auch Karin Geißler sprach sich für den Erhalt der vom Stockmeierweg kommend direkt unterhalb des Bahnhofsplatzes liegenden Stellfläche aus. Es sei nicht nur die neueste Anlage sondern auch der sicherste Platz. Die Grünen-Politikerin verortet eine Doppestockanlage eher bei den unteren Stellplätzen am P+R Parkplatz.

Auf das "Machbare" konzentrieren

Brückner könnte sich stattdessen auch ein zweistöckiges Fahrradparkhaus vorstellen, das sowohl vom Stockmeierweg als auch vom Busbahnhof aus angefahren werden könnte. Dies wäre jedoch laut Gessner nicht förderfähig. Christian Götz (BBV) appellierte, sich auf das Machbare zu konzentrieren, da das Förderprogramm „ein sehr verlockendes Angebot“ sei.

Hilfen gegen Diebstahl

Auch eine Sammelschließanlage für Räder, die mittels PIN-Code oder über das Smartphone geöffnet werden kann, ist angedacht, denn teure Räder oder E-Bikes wären besonders diebstahlgefährdet. Vor allem am unteren Parkplatz würden Banden gerne die Räder „einfach abknipsen“ und in bereitgestellte Lieferwagen verladen, weiß Geißler zu berichten. Als möglicher Standort hierfür käme der Radlstellplatz zwischen Bahnhof und Feldbahnmuseum in Betracht.

Beschluss für mehr Stellplätze

Gegen die Stimme von Verkehrsreferent Mirko Pötzsch, der das Vorhaben zwar grundsätzlich befürwortet, die Thematik aber vorher lieber am Runden Tisch Radverkehr erörtert hätte, stimmte der Ausschuss schließlich dafür, die Zahl der Stellplätze hauptsächlich auf der unteren Ebene an der Oskar-von-Miller-Straße zu erhöhen. Darüberhinaus wurde die Verwaltung beauftragt, Möglichkeiten zur Errichtung einer Sammelschließanlage westlich des Bahnhofs im Rahmen des Förderprogramms zu prüfen.

Peter Fischer

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