Beschlussvorschlag fiel einstimmig

Haupt- und Finanzausschuss fordert mehr barrierefreie Haltestellen in Fürstenfeldbruck

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Mindestens vier Bushaltestellen sollen jährlich im Brucker Stadtgebiet barrierefrei umgebaut werden.

Fürstenfeldbruck - Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Stadtrat, die Anzahl der jährlich barrierefrei umzubauenden Bushaltestellen auf mindestens vier Stationen zu verdoppeln. Der Beschlussvorschlag fiel einstimmig.

Im Herbst vergangenen Jahres stellte die Verwaltung gemeinsam mit der Stabsstelle ÖPNV des Landratsamtes das Haltestellenkataster des Landkreises vor. Erklärtes Ziel des Landreises ist, bis zum Jahr 2028 alle Bushaltestellen im Zuständigkeitsbereich barrierefrei umzugestalten. „Diesem Ziel ist auch die Stadt Fürstenfeldbruck verpflichtet“, wie Doreen Höltl, Sachgebietsleiterin für soziale Angelegenheiten im Rathaus, in ihrem Sachvortrag erklärt. Von den insgesamt 139 Bushaltestellen im Brucker Stadtgebiet sind bisher jedoch nur zwölf barrierefrei und 94 eingeschränkt barrierefrei. 

Momentan ertüchtigt die Stadt zwei Haltestellen pro Jahr. Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) beantragte nun im Namen der SPD-Fraktion, „die Anzahl der jährlich umzubauenden Bushaltestellen auf mindestens Vier zu verdoppeln“, denn Barrierefreiheit sei „ein unverzichtbarer Bestandteil einer inklusiven Gesellschaft.“ Jeder tue sich einfacher, vor allem aber ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderung profitieren davon. Pötzsch bezieht sich in seinem Antrag auf den Aktionsplan „Barrierefreies Fürstenfeldbruck“, der bereits 2015 vom Stadtrat beschlossen wurde und besagt, den öffentlichen Raum und den ÖPNV barrierefrei auszubauen. Auch die Verwaltung steht dem Ansinnen positiv gegenüber, da bei zwei Haltestellen pro Jahr das Ziel bis 2028 nicht annähernd zu erreichen sei. 

Selbst der im Januar gefällte Stadtratsbeschluss, in den kommenden drei Jahren Geld für eine weitere Haltestelle bereitzustellen, reiche nicht aus. Vielmehr müssten ab 2021 jährlich 250.000 Euro in den barrierefreien Ausbau investiert werden, um mindestens vier Haltestellen pro Jahr zu ertüchtigen. Die Umsetzung könnte nach Auskunft des Sachgebiets Tiefbau ohne Schwierigkeiten erfolgen, da die meisten der ausführenden Arbeiten an externe Unternehmen vergeben werden. Ein größeres Budget bedeute in diesem Fall auch mehr Planungssicherheit. Die Entscheidung darüber liegt zwar beim Stadtrat, doch ein jährlicher Umbau von vier statt wie bisher zwei Haltestellen sollte nach Pötzschs Meinung „trotz der vielen anderen Aufgaben der Stadt zu leisten sein.“

Peter Fischer

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