Alles ausgepackt! verkündete Stadtarchivar Dr. Gerhard Neumeier in Fürstenfeldbruck 

Geschafft: Das Stadtarchiv ist mit 13 Tonnen Akten umgezogen

+
Der Umzug ist geschafft: Dr. Gerhard Neumeier freut sich über seine neue Bleibe.

Fürstenfeldbruck – Alle Umzugskartons sind ausgepackt, alle Akten, Zeitungen, Bücher und Plakate an Ort und Stelle in den neuen Räumlichkeiten des Stadtarchivs am Theresianumweg 1 verstaut – insgesamt 13 Tonnen. Seit dem 16. September hat das Brucker Stadtarchiv im zweiten Stock des ehemaligen Graf-Rasso-Gymnasiums seine Pforten für die Öffentlichkeit wieder geöffnet.

Vom 26. August bis 13. September war das Stadtarchiv geschlossen. Eigentlich sollte der Umzug des Archivs vom bisherigen Standort in Fürstenfeld in das ehemalige Gymnasium drei Tage dauern, berichtete Stadtarchivar Dr. Gerhard Neumeier. Die Umzugsfirma habe aber wohl den Umfang ein wenig unterschätzt, so dass insgesamt fünf Tage daraus wurden. Insbesondere der Ab- und Aufbau der altersbedingt „verzogenen“ Regale gestaltete sich schwierig. 

Natürlich musste beim Umzug auch eine gewisse Ordnung aufrecht erhalten bleiben, anders als bei einem gewöhnlichen Haushalts-Umzug, damit man danach auch alles schnell wieder auffand, erklärte Dr. Neumeier und lobte die Umzugsfirma, die das gut hinbekommen hat. Aufgrund eines Stadtratsbeschlusses im Jahre 1977 hat sich Fürstenfeldbruck ein Stadtarchiv geleistet, das im 1980 zunächst bis 1989 im Brucker Rathaus untergebracht war. Damit war die Stadt zugleich der gesetzlichen Verpflichtung ein Archiv für die dauerhafte Aufbewahrung bedeutender rechtlicher und ortshistorischer Dokumente zu führen, noch zuvor gekommen.

 Im Jahre 1989 erhielt die Stadt von der Polizeischule im Bereich des Klosters Fürstenfeld Räumlichkeiten zur Unterbringung des Archivs zur Verfügung gestellt, da im Rathaus kein Platz mehr war. Nachdem die Fachhochschule allerdings Eigenbedarf anmeldete, musste sich die Kreisstadt nach neuen Räumlichkeiten umsehen. In den alten Räumen des ehemaligen Graf-Rasso-Gymnasiums fand man nun eine neue Bleibe, die, so Dr. Neumeier, wohl für die nächsten 25 bis 30 Jahre ausreichend Platz bieten. Das neue Stadtarchiv verfügt nun über fünf Archivräume, drei große und zwei kleinere, informierte Dr. Neumeier. Aktuell sind ein kleines und ein großes Magazin belegt. Eine wesentliche Verbesserung stelle natürlich dar, dass sich nun alles auf einer Ebene abspiele. Die Magazine, das Büro und der Benutzerbereich, der acht Personen gleichzeitig Platz bietet, befinden sich alle auf einer Etage. 

Auch die Nähe zum Rathaus bezeichnete Dr. Neumeier als sinnvoll. Durch die räumliche Nähe zur vhs ergibt sich eine bessere Zusammenarbeit. „Im Archiv geht die Arbeit niemals aus“, meinte Dr. Neumeier im Hinblick auch auf kommende Aufgaben, wie zum Beispiel die Schaffung eines Dokumentations-Zentrums im Brucker Fliegerhorst. Das Stadtarchiv steht jedem Interessierten offen, die Benutzung zu wissenschaftlichen, heimatkundlichen und unterrichtlichen Zwecken ist gebührenfrei, Kopien und Reproduktionen sind gebührenpflichtig. Dr. Neumeier möchte die Bürgerinnen und Bürger motivieren und sensibilisieren, die Bestände des Stadtarchivs zu nutzen. 

 Momentanes Problem stellt allerdings noch das Auffinden der Räumlichkeiten des Stadtarchivs dar. Das ehemalige Graf-Rasso-Gymnasium, in das das Stadtarchiv eingezogen ist, ist noch eine einzige Baustelle. Der Eingang befindet sich, entgegen der Hausanschrift, nicht am Theresianumweg, sondern auf Seiten des Niederbronnerplatzes, vorbei am Mehrgenerationenhaus, in dem sich die vhs befindet. 

Die Öffnungszeiten sind gleich geblieben: Montag bis Mittwoch von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung (Tel.: 08141 – 5359973).

 Dieter Metzler

Meistgelesen

Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Starkbierfest im Zeichen der Wahl
Starkbierfest im Zeichen der Wahl
Schüler präsentieren ihre Projekte
Schüler präsentieren ihre Projekte
Kandidatin zieht in den Wahlkampf
Kandidatin zieht in den Wahlkampf

Kommentare