Kinder für Bücher begeistern

Stadtbibliothek bekommt "Lesezeichen" verliehen

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Bayernwerk hat das „Lesezeichen“ mit 1.000 Euro an die Stadtbibliothek Fürstenfeldbruck überreicht. Damit sollen nun Bücher und andere Medien für die Kinder- und Jugendabteilung angeschafft werden.

Viele bunte Bilderbücher, eine neue Comicreihe und klassische Schmöker wie Greg‘s Tagebücher oder „Die Olchis“ kann die Stadtbibliothek Fürstenfeldbruck nun für 1.000 Euro anschaffen. Denn die Bücherei hat das „Lesezeichen“ von Bayernwerk verliehen bekommen.

Fürstenfeldbruck - Das Lesezeichen ist die „kleine Schwester des Kinderbibliothekspreises“, den die Bibliothek in der Aumühle erst 2014 verliehen bekam und mit 5.000 Euro dotiert war. Mit dem Kinderbibliothekspreis und der Aktion „Lesezeichen“ würdigen die Partner die Arbeit von kommunalen oder kirchlichen Bibliotheken. Im Mittelpunkt steht deren Engagement, junges Publikum in die Bücherei zu locken und für Bücher zu begeistern. Dafür tut die Brucker Bücherei viel. 

Grundschüler können im Vergleich zu früher immer schlechter lesen

„Wir haben verbindliche Kooperationen mit allen Brucker Grundschulen vereinbart“, erklärt Diana Rupprecht, Bibliotheksleiterin. Dadurch kommen ganze Klassen mit ihren Lehrern für Führungen und Projektarbeiten in die Aumühle. Sie lernen die Bibliothek und bestimmte Bücher genauer kennen. Viele kommen direkt an sechs Terminen. „Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen“, freut sich Stefanie Weber, stellvertretende Bibliotheksleiterin. Die Kinder kämen jedes Mal mit einem strahlenden Lächeln an und würden auch nach der Führung noch für eine halbe Stunde in Büchern schmökern, anstatt am Smartphone zu spielen. „Wenn man genug Zeit investiert, kann man Kinder tatsächlich für Bücher begeistern“, stellte Weber fest. Leider bekäme sie auch mit, dass Grundschüler im Vergleich zu früher immer schlechter lesen können. 

Theaterprojekte in naher Zukunft

Dabei sei es auch im Internet wichtig, Texte lesen und verstehen zu können. „Wenn wir mit Eltern durch die Bibliothek gehen, merken wir, es fehlt an den Basics“, sagt sie. Doch Weber und Rupprecht freuen sich, wenn etwa zehn Prozent der Schüler mit ihren Eltern wieder kommen, um sich einen Bibliotheksausweis ausstellen zu lassen. Neu ist eine Kooperation mit einer Mittelschule und den fünften Klassen. In naher Zukunft sollen Theaterprojekte neben den bereits laufenden Kinderstücken auch Möglichkeiten für Realschüler hinzukommen. 

Miriam Kohr

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