Der Bau im Osten der Stadt ist beschlossene Sache

Fürstenfeldbruck baut zweite Feuerwache

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Die – bisher einzige - Brucker Feuerwache in der Landsberger Straße.

Der Stadtrat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung den Bau einer zweiten Feuerwache im Osten der Stadt. Hauptberufliche Feuerwehrkräfte werden hierfür nicht benötigt. Die Verwaltung wurde beauftragt nach geeigneten Grundstücken zu suchen.

Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss in nichtöffentlicher Sitzung sich bereits in dieser Angelegenheit beriet, wurde das Thema im Stadtrat nochmals eingehend erörtert. Feuerwehrreferent Andreas Lohde (CSU) erklärte, dass die Stadt nicht umhin komme, eine zweite Feuerwache im Osten der Stadt zu bauen. Hintergrund ist, dass die Brucker Feuerwehr nicht alle Stadtgebiete innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von zehn Minuten erreichen kann. Dies geht aus dem von der Stadt in Auftrag gegebenen Feuerwehrbedarfsplan hervor. Kritisch wird es vor allem im östlichen Stadtgebiet. Auch üben die Aufsichtsbehörden diesbezüglich Druck auf die Stadt aus. Das Landratsamt und die Regierung von Oberbayern fordern von kommunaler Seite schnelles Handeln. Wo genau der neue Standort sein wird, will der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) noch nicht verraten. Klar ist jedoch, dass die neue Wache in dem Gebiet „rund um die Gärtnerei Würstle in der Flurstraße gebaut werden soll“, hielt sich Raff bedeckt. Die Verwaltung ist beauftragt hier nach geeigneten Grundstücken zu suchen. Lohde drückt derweil aufs Tempo: „Ich hoffe, dass die Grundstücksverhandlungen zügig verlaufen.“ Auch Finanzreferent Walter Schwarz (SPD) mahnt zur Eile. „Solange der Brandschutz für bestimmte Gebiete nicht sichergestellt ist, wird es schwer, dort neue Baugenehmigungen zu erteilen.“

Im weiteren Verlauf der Sitzung stand der anwesende Stadtbrandinspektor Michael Ott den Räten Rede und Antwort. So gab Markus Droth (CSU) zu bedenken, dass auch nach dem Bau der zweiten Wache Bereiche wie Gelbenholzen, Teile der Buchenau oder einige Gebiete Richtung Emmering immer noch nicht abgedeckt sind. „Hierüber werden parallel zur Planung des Bauvorhabens Gespräche mit den Wehren der benachbarten Gemeinden Schöngeising, Biburg und Emmering geführt“, erläuterte Ott. Letztendlich wird über die Ausrückeordnung neu verhandelt werden müssen, über den reinen Bedarfsfall lässt sich dies laut Ott nicht mehr regeln. Hans Schilling (CSU) wollte noch wissen, ob der Betreib einer zweiten Wache mit dem bestehendem Personal der Freiwilligen Feuerwehr überhaupt zu stemmen sei. Zuletzt wurde immer wieder über die Anstellung hauptberuflicher Feuerwehrkräfte spekuliert. Doch Ott sieht die Brucker Feuerwehr personell gut aufgestellt: „Die Mitgliederwerbung läuft gut. Im letzten Jahr wurden 21 neue aktive Mitglieder sowie fünf Jugendliche dazu gewonnen.“ Mit derzeit 121 Dienstleistenden geht er davon aus, die zweite Wache mit dem bestehenden Personal abdecken zu können. Für die Baukosten sind 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. Der Beschluss fiel einstimmig. 

Peter Fischer

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