Fachausschuss fällt Grundsatzbeschluss

Fürstenfeldbruck will Radverkehr fördern

+
Bruck hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs im Stadtgebiet bis zum Jahr 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Die Stadt will den Radverkehr im besonderen Maße fördern. Durch entsprechende Maßnahmen soll der Radverkehrsanteil im Gesamtverkehr von derzeit 16 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 25 Prozent erhöht werden, wie Claudia Gessner, Radverkehrsbeauftragte der Stadt, jüngst im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Technik erklärte.

Fürstenfeldbruck - Um ein attraktives Angebot für Radfahrer zu schaffen, habe die Stadt in den zurückliegenden Jahren zwar einiges auf den Weg gebracht, gleichwohl sieht Gessner „noch Luft nach oben“. Allerdings müsse man auch die Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplans abwarten und auf deren Grundlage die Maßnahmen der Radverkehrsförderung aktualisieren beziehungsweise fortschreiben und mit Prioritäten versehen. Entsprechend handele es sich hier eher um einen Grundsatzbeschluss. 

Umweltreferentin fordert minimales Investititonsbudget von Einwohnern

Auch soll die Erhöhung des Radverkehrsanteils nicht zu Lasten des Umweltverbundes, zu dem auch Fußgänger und ÖPNV zählen, gehen. Erklärtes Ziel sei es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Alexa Zierl (Die Partei / Bruck mit Zukunft) begrüßte „die ambitionierte Zielsetzung von 25 Prozent“ und hob hervor, dass Bruck mit einem momentanen Anteil von 16 Prozent bereits deutlich über dem Bundesdurchschnitt und dem Durchschnitt in Bayern liege, der jeweils elf Prozent Radverkehrsanteil beträgt. Dennoch ging ihr der Beschlussvorschlag nicht weit genug. Die Umweltreferentin forderte für die Radverkehrsförderung ein minimales Investitionsbudget von acht bis zehn Euro pro Einwohner anzustreben. Dies wurde jedoch gegen die Stimmen Zierls, Dritter Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) sowie Dieter Kreis (ÖDP), die das Vorhaben unterstützten, abgelehnt.

Stellungnahme der Stadt

In einer gemeinsam von Oberbürgermeister Erich Raff (CSU), der Tourismusbeauftragten Claudia Metzner und Gessner verfassten Stellungnahme zum neuen Radwegekonzept des Landkreises, bemängelt die Stadt, dass in diesem von ursprünglich sieben Routen, die Bruck kreuzen, nur noch eine durch das Zentrum der Großen Kreisstadt verläuft. Das sternförmige Radtourennetz mit Bruck als Zentrum solle neben den bestehenden Rundtouren des Landkreises erhalten bleiben. 

Kritikpunkte des ADFC, Bund Naturschutz und Verkehrsforum aufgenommen

Diese Verbindungen in Richtung München, Augsburg, Landsberg, Starnberg und Ammersee würden sehr gut angenommen werden und seien für die Stadt auch von touristischer Bedeutung. Ebenso sollen die Radfernwege wie der Ammer-Amper-Radweg oder die Via Julia in das Radwegenetz integriert, gefördert und ausgebaut werden. Auch Zierl plädierte für ein sowohl als auch, denn „es wäre fatal, bereits gut angenommene Routen jetzt wegfallen zu lassen.“ In der Stellungnahme seien auch die meisten Kritikpunkte des ADFC, BUND Naturschutz und des Verkehrsforums FFB am Konzept des Landkreises aufgenommen worden, erklärte Gessner. Der Beschluss, die Stadtverwaltung solle sich für die Beibehaltung der bestehenden touristischen Freizeitrouten aus der Rad- und Freizeitkarte mit möglichst vielen Routen durch das Brucker Zentrum einsetzen, fiel einstimmig.

Peter Fischer

Auch interessant

Meistgelesen

Hundeschwimmen: Kühles Vergnügen für Vierbeiner
Hundeschwimmen: Kühles Vergnügen für Vierbeiner
Besteckgarnituren für den Papst: Sorgen und Erfolge der Brucker Werkstatt
Besteckgarnituren für den Papst: Sorgen und Erfolge der Brucker Werkstatt
Lange Nacht der Tracht in Mammendorf
Lange Nacht der Tracht in Mammendorf
Germeringer schlägt mit Hammer um sich
Germeringer schlägt mit Hammer um sich

Kommentare