Änderung des Flächennutzungsplans

Stadtrat FFB bringt Verlagerung des städtischen Betriebshofs auf den Weg

Bauhof und Stadtgärtnerei Fürstenfeldbruck auf der Lände im Schnee
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Die Tage des Bauhofs und der Stadtgärtnerei auf der Lände sind gezählt.
  • Miriam Kohr
    vonMiriam Kohr
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Fürstenfeldbruck – Einstimmig folgte der Stadtrat dem Votum des Planungs- und Bauausschusses und beschloss für das neue Areal zwischen Waldfriedhof und Feuerwehr eine Änderung des Flächennutzungsplans.

Zudem wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Damit sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um in die Projektentwicklungsphase einzutreten.

Seit 20 Jahren bestehen Überlegungen, den Bauhof im Bereich südlich des Waldfriedhofs, östlich der Feuerwache an der Landsberger Straße anzusiedeln. Zum einen sind die Mitte der 60er Jahre errichteten Gebäude größtenteils in einem schlechten Zustand, vor allem die Bausubstanz des Streusalzsilos bereitet Sorgen, zum anderen ist das Areal auf der Lände Teil des neu zu entwickelnden Stadtviertels „Aumühle/Lände“, für das es bereits einen städtebaulichen Entwurf gibt.

„Ohne neuen Bauhof keine neue Lände.“

CSU-Fraktionssprecher Andreas Lohde

„Ohne neuen Bauhof keine neue Lände“, brachte es CSU-Fraktionssprecher Andreas Lohde auf den Punkt. Die Entscheidung sei längst überfällig. Auch Albert Bosch (CSU) ist froh, dass es „nach langer Zeit endlich weitergeht.“ So könne „der stark gefährdete Salzturm, sollte er zusammenbrechen, gleich auf dem neuen Areal gebaut werden.“ Der Bauhofreferent spricht sich jedoch gegen eine offene Gestaltung wie etwa beim Grünen Zentrum in Puch aus. Dies sei „ein Betriebshof, auf dem auch Dinge gelagert werden“ und müsse eingezäunt werden. BBV-Sprecher Christian Götz und Lohde hatten auf der vorangegangenen Ausschusssitzung wegen der auf dem Gelände geplanten Betriebswohnungen diesen Gedanken ins Spiel gebracht.

Klimaneutrale Umsetzung mit Rücksicht auf Grün gefordert

Thomas Brückner (Grüne) fordert, bei der Bebauung sensibel vorzugehen und diese in die vorhandene Begrünung einzufügen. Auch müsse die Luftschneise, die vom Westen in die Stadt zieht, erhalten bleiben. Die Wohnungen sollten aufgrund der „Dauerbeschallung durch die B 471“ entsprechend geschützt werden. Umweltreferentin Alexa Zierl (ÖDP) plädierte für eine möglichst klimaneutrale Umsetzung und regte an, als „Baustoff insbesondere Holz“ einzusetzen. Auch Zweiter Bürgermeister Christian Stangl (Grüne) setzt sich dafür ein, „bei den Baumaterialien neue Wege zu gehen.“ Zudem brauche es eine ansprechende Architektur, da des „ein Einfallstor zur Stadt sei.“

Großteil des kommunalen Fuhrparks

Markus Droth (Freie Wähler) machte darauf aufmerksam, dass dort künftig zusammen mit der Feuerwehr „ein Großteil des kommunalen Fuhrparks konzentriert“ sei und man bei den Planungen alternative Antriebsformen wie Elektromotoren, Gas und Wasserstoff berücksichtigen müsse. „Wir bewegen uns in den nächsten Jahren immer weg vom Diesel.“

Flächentausch mit Gärtnerei

Das rund drei Hektar große Areal, das ursprünglich für eine eventuelle Friedhofserweiterung freigehalten wurde, soll über die Landsberger Straße erschlossen werden. Möglich macht dies ein Flächentausch mit der angrenzenden Gärtnerei, die beabsichtigt, einen Teil des Gewächshauses abzubrechen und nördlich des Hauptgebäudes wieder zu errichten. Wann genau der Umzug vonstatten gehen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Die Planungen gehen zwar von drei Jahren bis zur Fertigstellung aus, allerdings beträgt der Kostenrahmen Stand 2015 etwa neun Millionen Euro. Selbst wenn der Verkaufserlös des Grundstücks auf der Lände zur Gegenfinanzierung beitragen soll, muss sich die Stadt dies erst einmal leisten können.
Peter Fischer

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