Überarbeiter Entwurf landet erneut in den Ausschüssen

Viehmarktplatz in der Warteschleife

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Was passiert auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhaus X nach dem Wegzug des Fitnessstudios?

Die Neugestaltung des Viehmarktplatzes geht in die nächste Runde. Nach einer langen und kontrovers geführten Diskussion entschied der Stadtrat einstimmig, den von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zur Viehmarktplatzbebauung abermals an die Fachausschüsse zu verweisen. Es gäbe noch zu viele Unwägbarkeiten, vor allem was die künftige Bebauung des ehemaligen Kaufhauses X angehe.

Fürstenfeldbruck - Eigentlich sollten die Eckdaten für die Ausschreibung zur Bebauung des nördlichen Viehmarktplatzes beschlossen werden, „damit endlich was weitergeht“, wie es Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) ausdrückte. Doch ganz so einfach gestaltete sich das nicht. Nachdem sich die ursprünglichen Entwürfe, welche als Sieger aus einem Ideenwettbewerb hervorgingen, als wirtschaftlich unrentabel herausstellten, sehen die überarbeiteten Pläne für den Loop auf dem nördlichen Viehmarktplatz nun drei Stockwerke mit einer Geschossfläche von 2.480 Quadratmetern und einer Verkaufsfläche von mindestens 1.200 Quadratmetern vor. Zudem ist eine Tiefgarage mit 84 Stellplätzen geplant. „Aus dem ursprünglich einstöckigen Siegerentwurf wird nun ein dreigeschossiges Gebäude, ähnlich dem, das von den Bürgern seinerzeit abgelehnt wurde“, kritisierte Philipp Heimerl (SPD) die vorgelegten Pläne. Er warf Götz und der BBV vor, lediglich „ihr Wahlkampfversprechen noch möglichst schnell umsetzen“ zu wollen. 

Heimerl (SPD): Wo liegt der Unterschied zum ursprünglichen Vorhaben?

„Ein neues Gutachten besagt, dass es in dieser Größenordnung wirtschaftlich gehen könnte“, entgegnete Oberbürgermeister Erich Raff (CSU). Nur so wäre das Projekt für potentielle Investoren überhaupt interessant. Außerdem seien Grundzüge des Loops in dem Vorschlag der Verwaltung eingeflossen. Franz Höfelsauer (CSU) forderte wesentlich mehr Parkplätze. „Wenn die Leute zum Einkaufen in die Innenstadt kommen sollen, müssen sie auch parken können.“ Auch Klaus Wollenberg (FDP), der sich ebenso wie Heimerl fragt „wo der Unterschied zu dem ursprünglichen Vorhaben liegt, das zum Bürgerentscheid führte“, sieht die Parkplatzsituation kritisch. Alexa Zierl (Die Partei / Bruck mit Zukunft) wollte wissen, was auf der gegenüberliegenden Seite passiert, wenn das Fitnessstudio weggezogen ist, denn „das verändert die Sachlage entscheidend.“ So könnte unter Umständen „südlich der Ludwigstraße die Tiefgaragenproblematik entschärft werden.“ 

Investor plant Bau einer Tiefgarage

Andreas Rothenberger (BBV), der mit einem Vertreter der Unternehmensgruppe, die das Gebäude des alten Kaufhaus X kaufen möchte, gesprochen hat, erklärte, der Investor plane tatsächlich den Bau einer Tiefgarage. Auch sei dieser mit den Besitzern des benachbarten Citypoints über eine gemeinsame Nutzung beider Tiefgaragen im Gespräch. Die Entwicklung des nördlichen Viehmarktplatzes interessiere ihn dagegen nicht. Bevor man nun die eigenen Planungen weiterverfolgt, will man zunächst nähere Details über eine eventuelle Bebauung der südlichen Seite eruieren. Dem Vorschlag Andreas Lohdes (CSU), den Tagesordnungspunkt wieder in die Ausschüsse zu verweisen, wurde einstimmig zugestimmt.

Peter Fischer

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