Trotz Pandemie stieg Umsatz

Stadtwerke FFB blicken auf erfolgreiches Jahr 2020 zurück

Stadtwerke FFB blicken auf erfolgreiches Jahr 2020 zurück
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Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Jan Hoppenstedt, der Aufsichtsratsvorsitzende, OB Erich Raff und Vertriebsleiter Andreas Wohlmann präsentierten die Bilanz der Brucker Stadtwerke für das Jahr 2020 (von links).
  • Dieter Metzler
    VonDieter Metzler
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Fürstenfeldbruck/Landkreis – Erfolgreich, innovativ und nachhaltig: Die Brucker Stadtwerke blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück und so soll es 2021 auch weitergehen. Nur knapp verpasst wurde das Rekordergebnis von 2013, teilte der Geschäftsführer der Brucker Stadtwerke, Jan Hoppenstedt, bei der Vorstellung der Bilanz für das Jahr 2020 mit. Der Gewinn übertraf mit 2,4 Millionen Euro den Vorjahreswert von 2,01 Millionen Euro, was zugleich der 20. positive Abschluss in Folge ist. Trotz Pandemie stieg auch der Umsatz von 89,8 Millionen Euro auf 95,03 Millionen Euro an.

Er sei sehr zufrieden mit der Arbeit der Stadtwerke, lobte dann auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Erich Raff. Hoppenstedt habe die Stadtwerke in keiner einfachen Phase übernommen. Gleichwohl haben aber die Stadtwerke ihre Kernkompetenz, die Energie- und Mobilitätswende, fest vor Augen. Auch die Modernisierung der AmperOase freue ihn, werde doch damit die Zukunft des Aushängeschildes für die nächsten Jahrzehnte gesichert. „All das macht mich zuversichtlich, dass die Stadtwerke den eingeschlagenen Weg mit der neuen Leitung und dem erfahrenen Team auch weiter erfolgreich beschreiten werden“, sagt Raff.

Mehr regenerative Energien

Um die Umsetzung der Energiewende erfolgreich vorantreiben zu können, seien weiterhin hohe Investitionen notwendig. „Der Gewinn ist daher sehr wichtig für uns“, erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke. „Als regionaler Energieversorger ist es unser Anspruch, dieses Thema weiter aktiv voranzutreiben.“ Bis 2035 soll das große Ziel, alle Kunden der Stadtwerke mit umweltfreundlich erzeugtem Strom zu versorgen, erreicht werden. Drei Säulen bilden dazu die Basis: Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik. Bis jetzt werden rund 47 Prozent des Energieverbrauchs im Versorgungsgebiet der Stadtwerke durch regenerative Erzeugung gedeckt. Das sind zwei Prozent mehr als im Jahr 2019.

PV-Offensive der Stadtwerke

So stieg beispielsweise die Stromerzeugung im Bereich Photovoltaikanlagen (PV) im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Millionen kWh auf 1,2 Millionen kWh an. Großen Anteil haben daran PV-Freiflächenanlagen, wie die in Kottgeisering. Nicht minder gefragt sind Anlagen für Privathaushalte, Gewerbe- und Industriebetriebe. „Die Nachfrage übersteigt die Kapazität“, berichtet Hoppenstedt. In den vergangenen zwei Jahren wurde über ein Megawatt (MW) Leistung auf die heimischen Dächer gebracht. Der Aufsichtsrat steht voll hinter der PV-Offensive der Stadtwerke.

Eine weitere Erfolgsgeschichte sind die bisher einzigen beiden Windräder im Landkreis, an denen die Stadtwerke beteiligt sind. Sowohl das Windrad in Mammendorf, als auch das in Malching, übertreffen jedes Jahr die Jahresplanwerte. „Selbst in unserer Region gibt es durchaus weitere vielversprechende Standorte für zusätzliche Windradanlagen“, meint Hoppenstedt. Doch derzeit sprechen die vom Gesetzgeber geschaffenen Rahmenbedingungen dagegen. „Da muss die Politik unbedingt etwas ändern, will man das gesteckte Ziel der Energiewende erreichen.“

Ausbau der Lade-Infrastruktur

Dazu zählt auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität. Um insgesamt acht neue Ladepunkte für E-Autos und 20 Ladestationen für E-Bikes sowie Pedelecs wurde die Infrastruktur im vergangenen Jahr erweitert. Mit dem Tarif „FFBLadestrom“ mit 100 Prozent Ökostrom geben die Stadtwerke ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität ab. Neu aufgenommen ins Programm haben die Stadtwerke für Eigentümer, Mieter und Vermieter voll förderfähige Wallboxen für die Betankung an privat genutzten Stellplätzen.

Eishallenneubau ausgeschlossen

Die geplanten Investitionen für eine neue AmperOase lassen weitere Investitionen, wie für eine neue Eishalle nicht zu, erteilte der Stadtwerke-Geschäftsführer einem Eishallenneubau eine klare Absage. „Eine Eishalle für 20 Millionen mit den ganzen Folgekosten, das wäre für uns wirtschaftlich nicht zu verantworten“, so Hoppenstedt. Selbst als Betreiber, falls sich ein Investor für den Bau der Halle finden würde, kämen die Stadtwerke nicht infrage. Nach wie vor zählt das Erreichen der Energiewende zum ersten Ziel der Stadtwerke. Aber man werde den Verein nicht im Regen stehen lassen und die Eisfläche, so wie sie besteht, weiter betreiben. Die Entscheidung hinsichtlich Eisstadion, wo auch immer, werde auf jeden Fall vor Abriss des Hallenbades geklärt sein, ergänzte Vertriebsleiter Andreas Wohlmann.

Dieter Metzler

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