Stadtwerke Fürstenfeldbruck geben Grünes Licht für regionale Windkraft

Sie informierten über die Aktivitäten der Stadtwerke im Bereich Windkraft (von li.): Franz Hochstatter (Techn. Bereichsleiter), Bernhard Schulze (AbtlgL), Karl Heinz Schönenborn (Stadtwerke-Chef), OB Sepp Kellerer (Aufsichtsratsvorsitzender) und Karlheinz Stoklossa (Stadtrat). Foto: Dieter Metzler

Die erste Windkraftanlage im Landkreis Fürstenfeldbruck soll Ende 2012 ans Netz gehen. Diese Entscheidung traf der Aufsichtsrat der Stadtwerke in seiner Sitzung am 12. Mai 2011. Bei einem Pressegespräch am 16. Mai informierten der Geschäftsführer der Stadtwerke, Karl Heinz Schönenborn, der Aufsichtsratsvorsitzende, OB Sepp Kellerer, sowie Abteilungsleiter Bernhard Schulze, Technischer Bereichsleiter Franz Hochstatter und Stadtrat Karlheinz Stoklossa (CSU) über die bisherigen und weiteren Aktivitäten im Bereich Windkraft.

Der Standort des 190 Meter hohen Windrads mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einem Durchmesser des Rotors von 100 Metern, liegt zwischen Puch und Mammendorf in Höhe des Betonwerkes Kann, ca. 300 Meter von der Bundesstraße 2 entfernt. Vorgesehen ist eine drei Megawatt starke Windkraftanlage, die jährlich ca. sechs Millionen kWh erzeugt und ca. 2.000 Drei-Personenhaushalte mit Strom versorgen kann. Die Kosten der Anlage belaufen sich einschließlich der erforderlichen Gutachten und Vorarbeiten auf ca. 4,7 Mio. Euro. Der Eigenkapitalanteil der Stadtwerke beträgt 25 Prozent, der Rest muss fremdfinanziert werden. Bei weiteren Windkraftanlagen im Landkreis soll ggf. die Finanzierung durch Dritte möglich sein. Durch das Reaktorunglück in Japan haben sich die Akzeptanz und das Interesse für Beteiligungen an Windkraftanlagen deutlich gesteigert, berichtete Schönenborn. Neben betroffenen Grundstückeigentümern signalisieren auch Privatpersonen wie auch Kommunen Interesse an Beteiligungen. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat die Stadtwerke beauftragt, die verschiedenen Formen einer Beteiligung Dritter auszuloten und ein gesellschaftsrechtliches Konzept auszuarbeiten. Die Windkraftanlage wird mit Mitteln aus dem Topf für erneuerbare Energien gefördert. Für den vom Windrad ins Netz eingespeisten Strom erhalten die Stadtwerke 9,4 Cent pro Kilowattstunde. Die Stadtwerke rechnen mit einer Rendite zwischen fünf und acht Prozent. Bereits seit zwei Jahren habe man sich mit der Verwirklichung regionaler Windkraftprojekte beschäftigt, teilte Schönenborn mit. So galt es zunächst, aus der Vielzahl theoretischer Standorte für Windkraftanlagen rechtlich und wirtschaftlich realisierbare Projekte auszuloten. Mittelfristig (2020/22) haben sich die Stadtwerke zum Ziel gesetzt, 20 Prozent des Strombedarfs aus Windkraft abzudecken. Will man dies aus eigener Kraft erreichen, wären dazu acht Windräder erforderlich. Vier Prozent haben die Stadtwerke derzeit durch Beteiligungen an einer Off- und On-Shore-Anlage in der Nordsee bzw. Oberpfalz abgedeckt. Das angestrebte Ziel könne durch weitere Partnerschaften oder durch Aufstellen eigener Windkraftanlagen erreicht werden, informierte Schönenborn. Vier, fünf weitere Windräder im Landkreis wären dann noch erforderlich, so Kellerer. Auf dem 300 Quadratkilometer großen Versorgungsgebiet der Stadtwerke gibt es ausreichend Standorte für weitere Windkraftanlagen, teilte Schönenborn mit, ohne auf diese näher einzugehen. Man will zunächst mit den Kommunen Einigung erzielen, und erst wenn der Gemeinderat sein grundsätzliches Einverständnis erklärt habe, werde man eine Realsierung des Projekts in die Wege leiten.

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