OB Sepp Kellerer: Städtepartnerschaften führten auch schon zu Eheschließungen 

Zum 50-jährigen Jubiläum des Elysee-Vertrages lud FFB drei der fünf Partnerstädte ein 

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Auf dem Balkon des Alten Rathauses präsentierten sich die Vertreter der Partnerstädte (von links): OB Sepp Kellerer, Almunecars 2. Bürgermeister Antonio Lobordo, Stadtrat Mauro Porro aus Cerveteri, und Bürgermeister Alain Calmat aus Livry-Gargan.

Fürstenfeldbruck – 2.200 deutsch-französische Städte-Partnerschaften gibt es seit der Unterzeichnung des so genannten Elysee-Vertrages vor 50 Jahren, mit dem der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle die Deutsch-Französische Freundschaft besiegelten. Dieses Jubiläum und die 40-jährige Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Cerveteri verknüpfte Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer zu einer Einladung an drei der fünf Partnerstädte, die die Große Kreisstadt seit vielen Jahren pflegt.

 

Neben Vertretern aus dem französischen Livry-Gargan und dem italienischen Cerveteri waren auch die Vertreter aus der seit acht Jahren jüngsten bestehenden Städtepartnerschaft, aus dem spanischen Almunecars angereist. „Wir haben heute das Gefühl, gute Freunde zu treffen“, sagte Kellerer beim offiziellen kleinen Begrüßungsfestakt im Alten Rathaus. Er erinnerte an die Begründung der Städtepartnerschaften vor 46, 40 und acht Jahren und die vielen Begegnungen der Städte auf kulturellen, schulischen, sportlichen und gesellschaftlichen Gebiet. 


Die spanischen, italienischen und französischen Gäste mit den Gastgebern aus der Kreisstadt vor dem Sparkassengebäude

Tiefe Freundschaften seien dabei in den Jahren entstanden und selbst Eheschließungen habe es gegeben, so Kellerer. Für die Opfer des tragischen Zugunglücks in Spanien legte die Festgesellschaft eine Gedenkminute ein. Alain Calmat, ehemaliger Welt- und Europameister im Eiskunstlauf, danach Chirurg sowie französischer Sport- und Jugendminister, seit 1995 Bürgermeister von Livry-Gargan, erinnerte in seiner Ansprache an die Gründung des „Deutsch-Französischen Jugendwerks“ (DFJW) und sagte abschließend: „Die Freundschaft zwischen unseren Völkern, unseren Städten, sowie die Freundschaft unter uns, braucht man nicht mehr zu beweisen.“

 Bevor die Stadtkapelle zu Ehren der Gäste vor dem Alten Rathaus aufspielte und sich alle mit einem kühlen Glas Bier erfrischten, stieß man auf ein gemeinsames Europa in Frieden und Freiheit an. Vier Tage dauerte der Besuch der Gäste aus den drei Partnerstädten. Die Tage waren ausgefüllt mit vielen Veranstaltungen und Besuchen wie z. B. einem Rundgang durch die Stadt, der Besuch von „Fürstenfeld leuchtet“, oder auch einer Fahrt in die bayerische Landeshauptstadt. Daneben tauschte man sich intensiv aus, wobei auch die wirtschaftlichen Probleme, die Europa derzeit erschüttern, diskutiert wurden. 

Dieter Metzler 


  

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