Diesmal auch Dreiräder

Städtisches Förderprogramm zur Fahrrad- und E-Mobilität wird heuer fortgeführt

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Die Stadt Fürstenfeldbruck vergibt auch in diesem Jahr Zuschüsse für Fahrräder und E-Bikes. 

Fürstenfeldbruck - Die Stadt wird auch in diesem Jahr wieder Zuschüsse beim Kauf bestimmter Fahrräder und Pedelecs gewähren. Mit dem Förderprogramm sollen Anreize geschaffen werden, auf Fahrten mit Pkw oder Kleintransportern auf kürzeren Strecken zu verzichten und stattdessen auf das Zweirad umzusteigen. Die Neuauflage des Programms in 2020 bringt aber auch einige Änderungen mit sich.

Das im letzten August aufgelegte Förderprogramm wurde gut angenommen. In den letzten fünf Monaten des vergangenen Jahres gingen bei der Verwaltung 37 Förderanträge ein, von denen 30 bewilligt wurden. Die Fördersumme betrug insgesamt knapp 20.000 Euro. Erklärtes Ziel der Fördermaßnahme ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Die geförderten Fahrzeuge ermöglichen eine schadstoffarme, lärmreduzierte und flächensparende Mobilität im Stadtgebiet. 

Neu hinzugekommen sind Dreiräder und Elektro-Dreiräder

Das Regelwerk ist vielschichtig. Grundsätzlich wird zwischen Gewerbetreibenden und Privathaushalten unterschieden, wobei Wohnsitz beziehungsweise Sitz des Unternehmens jeweils in Fürstenfeldbruck sein müssen. Gefördert werden Pedelecs, Lastenpedelecs, Lastenfahrräder, Fahrradanhänger, (E-)Dreiräder für Erwachsene sowie Elektro-Kleinkrafträder. Die Förderprämie beträgt in der Regel 25 Prozent des Kaufpreises, liegt jedoch maximal, je nach Typ, zwischen 250 und 500 Euro. Privatpersonen können heuer erstmals die Bruttosumme geltend machen. In der Vergangenheit wurden prinzipiell – wie bei gewerblichen Anträgen üblich – lediglich die Netto-Kosten zugrunde gelegt. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr Dreiräder und Elektro-Dreiräder für Erwachsene sowie Kinder-Fahrradanhänger. Auch S-Pedelecs, die bis zu 45 Stundenkilometer fahren können und sich somit auch für längere Strecken eignen, werden erstmals gefördert. 

Klappfahrräder von Förderprogramm gestrichen

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsplatz mindestens zehn Kilometer beträgt. Gestrichen wurde dagegen das Klapprad. Der ursprüngliche Gedanke, dass diese leichten und kompakten Falträder sich sehr gut als Ergänzung zum ÖPNV eignen, da sie ohne Zusatzkosten in Bus und S-Bahn mitgenommen werden können, stieß im Umwelt- und Verkehrsausschuss auf breite Skepsis. Viele Ausschussmitglieder befürchten eher einen Mitnahmeeffekt wie Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV), der die Frage in den Raum warf, warum „die Stadt dem Camper am Gardasee sein Klapprad fördern soll?“ Für das laufende Kalenderjahr steht eine Fördersumme von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Antragsformulare sind bei der Stadt erhältlich. Als Nachweis der Antragsberechtigung wird von Privatpersonen eine Kopie ihres Personalausweises verlangt. Unternehmen und Gewerbetreibende müssen darüber hinaus einen Gewerbeschein oder Handelsregisterauszug vorweisen, gemeinnützige Organisationen einen Steuerbescheid und Freiberufler die Befreiung von der Gewerbesteuer. 

Peter Fischer

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