Starkbierfest in der Marthabräuhalle

Starkbieranstich und Derblecken

1 von 9
Die offizielle Eröffnung des Königlichen Starkbierfestes mit dem „Anstich“ durch Landrat Thomas Karmasin (hinten) und Bürgermeister Erich Raff (vorne)
2 von 9
Foto 8844: Schlossbrauerei Geschäftsführer Oliver Lentz mit der bayerischen Bierkönigin Sabine-Anna Ulrich
3 von 9
Krüglredner „Ober-Braumeister“ Wolfgang Ober auf seinem beschwerlichen Weg zur Bühne
4 von 9
Besonders die OB-Kandidaten bekamen beim Derblecken von Krüglredner Ober ihr Fett weg
5 von 9
Der Pressesprecher der Brauerei, Stefan König, führte durch das Programm, dabei bat er zwischendurch einmal energisch um mehr Aufmerksamkeit
6 von 9
Für ihren gelungenen Auftakt wurde das Brucker Brettl mit viel Beifall bedacht
7 von 9
: Der Auftritt von „Kanzlerin“ Angela Merkel, alias Parodistin Antonia von Romatowski, bildete den krönenden Abschluss des diesjährigen Königlichen Starkbierfestes
8 von 9
Auch Verkaufsgebietsleiter Richard Sturm musste ein Selfie mit der „Kanzlerin“ haben

Fürstenfeldbruck – Einmal mehr präsentierte sich das Starkbierfest der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg am zweiten Samstag nach Aschermittwoch als Besuchermagnet. So schnell wie die Karten im Vorverkauf vergriffen waren, so rasch hatten die knapp 400 Besucher die altehrwürdige Marthabräuhalle lange vor dem offiziellen Beginn ihre Plätze eingenommen. Das Erfolgsrezept der Traditionsveranstaltung liegt wohl in der besonderen Mischung des Programms: Starkbieranstich, Derblecken, Theaterauftritt und Kabarett.

So sorgte neben dem bewährten Auftritt von Krüglredner Wolfgang Ober, sowie dem inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Einakter des Brucker Brettls besonders der Auftritt von Stargast „Bundeskanzlerin Angela Merkel“, verkörpert durch die Schauspielerin und Parodistin Antonia von Romatowski, diesmal für das spektakuläre Highlight des Abends. Doch daneben wartete die Brauerei aber auch mit einer Premiere auf: Erstmals eröffnet wurde das Königliche Starkbierfest mit einem Doppelanstich, jeweils einem Fass Ritterbock und einem Fass Weizenbock. Landkreischef Landrat Thomas Karmasin und Brucks amtierender Bürgermeister Erich Raff schlugen um die Wette, mit dem Ergebnis, dass die Ehrengäste in den ersten Tischreihen eine kleine Bierdusche über sich ergehen lassen mussten. Dann aber erklang das traditionelle „Ozapft is“, und nach der Bayernhymne, die vorsichtshalber auf der Rückseite der Speisekarte abgedruckt war, gings los. Auch wenn seine Königliche Hoheit, Luitpold Prinz von Bayern, aufgrund einer Auslandsreise heuer fehlte, so musste das Brucker Fest nicht ganz auf königliche Prominenz verzichten.

„Kanzlerinnen-Festtagsbier“ mit Konterfei von „Angie“

Mit der 23-jährigen Sabine-Anna Ulrich aus Bürgstadt in Unterfranken gab sich neben der hochrangigen regionalen Politprominenz einmal mehr die amtierende bayerische Bierkönigin die Ehre. An den Brucker OB-Kandidaten kam natürlich „Ober-Braumeister“ Ober bei seiner Krüglrede knapp zwei Monate vor den Neuwahlen nicht vorbei. So bemängelte er bei den sechs OB-Kandidaten die fehlende Frauenquote, nachdem Karin Geißler (Grüne) nicht mehr kandidiert. Auch wunderte er sich, dass außer Georg Stockinger (FW) kein Kandidat der letzten Wahl noch einmal seinen Hut in den Ring warf. Müde sei er geworden beim Lesen des 23-seitigen Wahlprogramms von Philipp Heimerl, dem SPD-Kandidaten. Beim amtierenden Bürgermeister Erich Raff (CSU) entdeckte Ober gar Widersprüche. Im Rathaus-Report plädiere er dafür, persönliche Anfeindungen zu unterlassen, und dem Finanzexperten der SPD, Schwarz „Waldi“ drohe er jetzt mit einer Anzeige. Eine Verschärfung der Wohnungslage sieht Ober gar auf Bruck zukommen, wenn der Gröbenzeller OB-Kandidat Martin Runge, der für die Grünen und BBV kandidiert, im Falle eines Wahlsieges nach Bruck umzieht. Auch der eigens für das Starkbierfest einstudierte Einakter des Brucker Brettls beschäftigte sich mit den bevorstehenden OB-Wahlen in der Kreisstadt. In einem Seminar zur Personalakquise begab man sich auf die Suche nach einem OB, einem „neuen Kopf“ für Bruck und kam zu dem Ergebnis, dass es ein Herr Gerngroß locker mit den sechs potenziellen OB-Kandidaten aufnehmen könne. Weg von der Stadtpolitik zur großen Bundespolitik gings, als Angela Merkel alias Antonia von Romatowski ihren Einzug in den Festsaal hielt, begleitet von Polizisten und Securitys. 20 Minuten lang strapazierte die Parodistin die Lachmuskeln der Besucher, dann konnten sich die Besucher auch noch zum Selfie mit der „Kanzlerin“ anstellen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Mit einer Spezialabfüllung „Kanzlerinnen-Festtagsbier“ mit Konterfei von „Angie“ und der Aufschrift „Wir schaffen das“, durfte am Ende jeder Besucher eine Flasche mit nach Hause nehmen.

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Eine Maibaum-Reise mit Knall
Eine Maibaum-Reise mit Knall
Aufnahmestopp wegen tödlicher Kaninchenseuche
Aufnahmestopp wegen tödlicher Kaninchenseuche
Autolackiererei gerät in Flammen
Autolackiererei gerät in Flammen
Frontal-Crash auf B2
Frontal-Crash auf B2

Kommentare