Starkbierfest Mammendorf

Strapazierte Lach- und Armmuskeln in Mammendorf

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VdK-Vorsitzende Maria Bernhard prüft fachmännisch den Zapfhahn, begutachtet vom Verkaufsleiter der Brauerei Richard Sturm und Moderator des Abends, Benjamin Miskowitsch.
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Nicht nur zum ersten Mal beim Mammendorfer CSU-Starkbierfest eine Premiere, sondern auch für die VdK-Vorsitzende Maria Bernhard stellte das Anzapfen eine Premiere dar.
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Acht Zweierteams traten zum Baumstamm-Wettsägen beim Starkbierfest der CSU in Mammendorf an.

Ein Termin, den in Mammendorf keiner gerne versäumt: das traditionelle Starkbierfest des CSU-Ortsverbandes. Wie lange es das schon gibt, wusste selbst CSU-Ortsvorsitzende Benjamin Miskowitsch nicht genau.

Mammendorf – „Ich vermute mal so 29, 30 Jahre.“ Dass es aber heuer zum neunten Mal angezapft wurde, das wusste er ganz genau. Neben dem Anstich des süffigen Prinzregent Luitpold Weizenbocks strapazierte ein launiger Fastenprediger die Lachmuskeln der rund 200 Besucher im Saal des Bürgerhauses. Das traditionelle Baumstamm-Wettsägen sorgte dafür, dass die Armmuskeln nicht zu kurz kamen. Für gute Stimmung sorgte die Band „Sabbradi“.

Premiere beim Anzapfen

Eine Premiere feierte die Veranstaltung, als erstmals eine Frau das Anzapfen übernahm. Nachdem der VdK-Ortsverband erst vor wenigen Tagen sein 70-jähriges Gründungsfest feierte, erhielt die Vorsitzende Maria Bernhard die Ehre, das erste Fass Prinzregent Luitpold Weizenbock anzuzapfen. Auch für Bernhard war es eine Premiere. „Dann verteilen wir schon mal die Regenponchos für die erste Reihe“, scherzte Moderator Miskowitsch. Doch seine Befürchtungen erwiesen sich als haltlos. Mit vier Schlägen und kaum einem Spritzer erfüllte die VdK-Vorsitzende die Aufgabe bravourös.

Neuer alter Fastenprediger

Mit Spannung erwarteten die Gäste den Auftritt des neuen Fastenpredigers. Neu war er nicht, denn Florian Gerum war bereits vor fünf Jahren dreimal in die Rolle des Krüglredners geschlüpft. Sein Nachfolger, Robert Piecha, konnte sich diesmal entspannt zurücklehnen. Während sich Piecha mal eine Pause gönnen wollte, verspürte der 35-jährige Gerum wieder Lust. „Auch wenn es viel Arbeit macht, macht es Spaß“, meinte Gerum.

Der Spaß, den Gerum anschließend eine Dreiviertelstunde hatte, als er die örtliche Politprominenz feinsinnig derbleckte, war „Bruder Barnabas“ sichtlich anzusehen. „Er hat nichts verlernt“, sagte Kulturreferent Toni Fasching über den Auftritt von „Bruder Barnabas“. „Man merkt, dass er aus dem Ort stammt und bestens die Interna kennt. Er starker Auftritt, der nie beleidigend rüberkam.“

Keiner der Gemeinderäte kam ungeschoren davon. Vom Miskowitsch, der mindestens genauso gescheit daher red wie der österreichische Kanzler Sebastian Kurz, über Bärbel Schamberger, Bärbel, der ein Bayernexit aus der Bundesrepublik ganz recht wär“, Altbürgermeister Johann Thurner, der Johannes Heesters der bayerischen Lokalpolitik, der noch immer kräftig in der Politik mitmischt, Toni Fasching, der „männliche Carmen Voxbrunner“ von Mammendorf, Bürgermeister Josef Heckl, der doch endlich seine Reiselust zügeln und sich eine Frau suchen sollte, nachdem er sich im besten Alter befinde, bekamen sie alle ihr Fett weg.

Polizeistation im alten Bioladen?

„Komme jetzt, was wolle, aus is mit der Muck-Kontrolle, mit Vollgas und recht vollem Karrn, fahrn mir über d Autobahn“, nahm Barnabas den zweiten Bürgermeister Peter Muck aufs Korn. Alle in seinem Kontrollbereich der Autobahnen A99 und A8 hätten ein Fest gefeiert, als er in den Ruhestand ging. Als Dorfsheriff könne er sich nun den Missständen von Mammendorf zuwenden und im Bioladen am Kirchenvorplatz eine Polizeistation eröffnen, wenn der Laden schließt. Dazu überreichte Barnabas dem Derbleckten eine Uniform mit den Worten: Die erste und wahrscheinlich letzte Mammendorfer Polizeiuniform.“ Die Kinder in den Schulen erhalten den neuen Muck-Notruf und lernen gerade ein Sprücherl auswendig: „Ob falsch parken oder Prügelei, wähl sofort die eins, zwei, drei, auch wenn dich einfach so was druckt, kommt sofort der Peter Muck.“

Überraschung beim Wettsägen

Eine dicke Überraschung gab es beim unterhaltsamen Baumstamm-Wettsägen. Acht Zweier-Teams, ausgelost von der Glücksfee, Bezirksrätin Gabriele Off-Nesselhauf, traten bei diesem sportlichen Wettkampf, angefeuert von ihren „Fangruppen“, gegeneinander an. Die großen Favoriten vom Gartenbauverein, Helmuth Käser und Helmut Dillinger, die in den vergangenen vier Jahren nicht zu schlagen waren, wurden von Uli Wank und Martin Metzger, zwei jungen Burschen aus Hausen bei Geltendorf und aus Dünzelbach, unter dem Jubel der Gäste entthront. Auch wenn das einzige Frauenteam, Sylvia Huber und Evi Reiter, bereits in der ersten Runde ausschieden, so erhielten sie donnernden Applaus.

Dieter Metzler

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