Fachoberschule nimmt den Betrieb auf

Startschuss für die neue FOS

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Fünf Klassenräume stehen nun den rund 150 Schülern zur Verfügung.

Das Erfolgsmodel Fachoberschule hat am vergangenen Dienstag in Germering begonnen. Herzlich wurde die neue FOS aufgenommen in den Kreis der Schulen hier im Masurenweg. Alle Beteiligten zeigen sich zuversichtlich und blicken mit Freude in die Zukunft.

Begrüßen die neue FOS (v.l.): CSG-Schulleiter Georg Gebhardt, Anita Groß, Landrat Thomas Karmasin, FOS-Schulleiter Holger Wirth und Realschulleiter Christoph Breuer.

Die immer weiter steigenden Schülerzahlen der erst 2003 gegründeten Fachoberschule in Fürstenfeldbruck hatten dem Kreistag schon lange Sorgen bereitet. Diese neue Art der Schule erfreute sich im Landkreis allerdings so großer Beliebtheit, dass bereits der 2008 bezogene Neubau 2014 um einen Erweiterungsbau ergänzt wurde. Der allgemeine Trend zur Fachoberschule und auch der gute Ruf der Brucker Schule zogen immer weitere Schüler an, sodass diese nur noch durch die nachbarschaftliche Unterstützung des Graf-Rasso-Gymnasiums untergebracht werden konnten. Eine Entspannung war nicht absehbar, zumal alle Fachoberschulen im Umkreis mit starker Aus- beziehungsweise Überlastung zu kämpfen haben. Zumindest bisher. Denn vom Kreistag wurde die Suche nach einem zweiten Standort in Auftrag gegeben. Dazu hatten insgesamt drei Kommunen ihr Interesse bekundet: Eichenau, Olching und Germering. Nach intensiver Diskussion und Analyse von Schülerströmen und künftigen Einwohnerentwicklungen fiel im Dezember 2016 die Entscheidung für die Standort Germering. Bereits im Januar 2017 erteilte das Kultusministerium die Genehmigung beim allgemeinen Einschreibungstermin, auch eine Probeeinschreibung für den Standort in Germering durchzuführen. Schon Anfang des Jahres war der Andrang so groß, dass sich 151 Schüler für die Ausbildungsrichtung Wirtschaft, Verwaltung und Sozialwesen sowie eine Vorklasse angemeldet haben. Nun fiel der Startschuss für die neue Fachoberschule in Germering. Die Unterbringung der Schüler erfolgt in einem Pavillon des Carl-Spitzweg-Gymnasiums, der während der Erweiterung der Realschule Unterpfaffenhofen noch durch Ganztagsschüler besetzt war und nach der Fertigstellung des dortigen Neubaus nun frei ist. 

Pünktlicher Start 

Eine zusätzliche Investition von 100.000 Euro wurden in die Ausstattung eines IT-Raumes gesteckt.

Damit es hier für Schüler und Lehrer pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres am vergangenen Dienstag losgehen konnte, wurde in den letzten Tagen und Wochen noch mit Hochdruck umgebaut und saniert. Sichtlich erleichtert zeigte sich der neue Leiter der FOS, Holger Wirth, am vergangenen Montag bei der Führung durch die neuen Räume. Man sei froh darüber, das Erfolgsmodel FOS nun endlich auch in der großen Kreisstadt begrüßen du können. „Wir wurden sehr herzlich in der Mitte der Realschule und des Gymnasiums aufgenommen“, sagt Wirth. „Hier in Germering ist es ein großartiges Miteinander der Schulen. Manches muss besprochen werden, wenn es etwas zu besprechen gibt. Aber spätestens dann ziehen alle an einem Strang“, sagt er zur Zusammenarbeit mit dem CSG-Direktor, Georg Gebhardr und dem Realschuldirektor der, Christoph Breuer. Besonders positiv hervorzuheben sei unter anderem, dass auch die Möglichkeit bestehe, vorhandene Fachräume der anderen Schulen zu nutzen. Dank der Verwaltung, es war zwar knapp kalkuliert, aber dennoch möglich, „Just in Time“ den Neustart zu bewältigen. Gestartet wurde nun mit je zwei Klassen für Wirtschaft, Verwaltung und Sozialwesen sowie mit einer Vorklasse in insgesamt fünf Unterrichtsräumen. Doch schon jetzt ist klar, dass es sich nur um eine Interimslösung handelt. Wenn im kommenden Jahr die Klassen aufsteigen und neue Schüler nachrücken, muss wahrscheinlich auf eine Container-Lösung zurückgegriffen werden. Das sollte aber kein Problem darstellen. Schon jetzt haben die Landkreise München, Starnberg und Fürstenfeldbruck ihr Signal gegeben, mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Neue Grundstücke befinden sich derzeit schon in der Prüfung. 

Unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitspunkte wurden die Räume der neuen FOS ausgestattet.

Leichte Entspannung 

„Somit ist es zwar noch nicht entspannt, aber etwas leichter für die Fachoberschule in Fürstenfeldbruck“, erklärt Landrat Thomas Karmasin. Erst müssen die Anteile, die jeder Landkreis zu tragen habe, geklärt werden, um konkrete Aussagen treffen zu können. Bisher investierte der Landkreis Fürstenfeldbruck rund 680.000 Euro in die Baumaßnahmen der neuen Räume und weitere 100.000 Euro in die IT-Ausstattung, damit diese auf einen modernen Stand gebracht wurde. Denn auch ein neuer Informatik-Raum ist in Germering entstanden. Pünktlich zum Schulbeginn verließen die letzten Handwerker das Gebäude. Schulleiter Holger Wirth startet hier mit seinem Team nun voll durch. Die Leiterin der FOS in Fürstenfeldbruck, Monika Pfahler, und ihre Kollegen haben bereits im Vorfeld die ersten organisatorischen Aufgaben erledigt und die Schulleiter der beiden Nachbarschulen leisten nicht nur organisatorische Unterstützung, sondern überlassen auch Fachräume für den Unterricht.

Autor: Sebastian Essberger

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