Sternsinger zu Besuch im Rathaus

Lieder statt Alarmgeheule

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Weißer Rauch lag vergangenen Freitag im Germeringer Rathaus in der Luft. Außerdem roch es nach Kirche. Da guckten die ein oder anderen Bürger beim Behördengang etwas verdutzt, als auch noch gesungen wurde. Grund waren die Sternsinger, die zu Besuch waren.

Germering – Melchior, Caspar und Balthasar standen gleich in mehrfacher Ausführung im Foyer des Rathauses. Jede Pfarrgemeinde – St. Cäcilia, St. Martin und St. Johannes Bosco – sandten Sternsinger zum Verwaltungsgebäude aus, um diesem und den Menschen dort den Seegen zu bringen. Doch nicht ganz ohne Vorbereitung. „Wir haben extra die Rauchmelder ausgeschaltet“, erzählt Oberbürgermeister Andreas Haas und erinnerte sich an einen Weihrauch-Zwischenfall, als einmal die Melder keine Ruhe mehr geben wollten. So konnten die zehn Sternsinger-Gruppen ungestört ihre Lieder und Gedichte vortragen. 

Die Bedeutung der Königs-Namen

Doch zuvor gab es noch eine kleine Lehrstunde vom Bürgermeister: „Ich habe mich mal schlau gemacht, was die Namen der Heiligen Drei Könige bedeuten.“ Caspar komme vom Persischen und bedeute der Schatzbewahrer. Melchior komme vom Hebräischen und bedeutet „Der König ist Licht“. Balthasar heißt im Babylonischen „Gott schützt das Leben“. „So soll der Segen unser Rathaus aber auch die Personen darin beschützen, denn sie sind der größte Schatz“, sagte Haas. 

Neuer Segen mit Haas' Körpereinsatz

Als es darum ging, wer die Jahreszahl über der Fahrstuhltür mit Kreide austauschen möchte, war der Finger des zweitkleinsten Königs ganz schnell oben. Mit Haas‘ Körpereinsatz schaffte es der kleine Caspar aber dann problemlos aus der 17 eine 18 zu machen.

Gespendet wird für arme Kinder

Sascha Miller, Diakon und Begleiter der Kinder von St. Cäcilia, erklärte in einer kurzen Ansprache, für was das gesammelte Geld in diesem Jahr gebraucht wird: „Das Geld geht in Länder, die stark von Kinderarmut betroffen sind, stellvertretend dafür ist Indien.“ Denn viele Kinder könnten in ärmeren Ländern nicht zur Schule gehen. Die Kinderarbeit ist dort weit verbreitet. „Das Geld soll helfen dort Schulen zu bauen wo es keine gibt oder Familien zu unterstützten, damit diese ihre Kinder in die Schule schicken können“, erklärt er weiter.

Haas ist sich sicher, dass die Kinder viel lieber in die Schule und nicht zur Arbeit gehen würden. „Denkt daran, wenn ihr das nächste mal über die Schule schimpft“, richtete er an die Kinder. Doch diese wissen genau, warum sie das Geld sammeln. „Die Kinder sind etwa von sieben bis zwölf Jahre alt, das ist alt genug, um zu verstehen worum es hierbei geht“, sagte Miller.

17 Sternsinger-Gruppen waren unterwegs

Die drei Pfarreien bringen es insgesamt auf 17 Sternsinger-Gruppen mit drei bis fünf Kindern. „Bei Wind und Wetter sammelt ihr Geld für einen guten Zweck“, lobte Haas und erinnerte sich an den verregneten Mittwoch. Zum Dank für den Besuch gab es von der Stadt Süßigkeiten und für die Kinder in den armen Ländern noch etwas Geld in die Spendenkassen.

Kohr

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