29. März ist Stichwahl

Stichwahl in Emmering: Cording gegen Floerecke

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Fritz Cording (links) der als parteifreier für die Freie Wähler ins Rathaus Emmering ziehen will, muss zur Stichwahl gegen Stefan Florecke (CSU) antreten.

Eine Stichwahl ist bei Kommunalwahlen eigentlich nichts Seltenes – jetzt sorgt jedoch das Coronavirus für ein Novum: Wählen kann man diesmal nämlich nur per Briefwahl. Wahllokale gibt’s keine mehr. So auch in Emmering, wo am Sonntag Stefan Floerecke (CSU) und Fritz Cording (FW) erneut um die Nachfolge von Bürgermeister Michael Schanderl antreten.

Die Wahlberechtigten müssen die Briefwahlunterlagen nicht extra beantragen, sie werden ihnen automatisch zugeschickt. Die Briefwahlunterlagen müssen bis spätestens Sonntag, 29. März, 18 Uhr, bei der Gemeinde eingegangen sein.

Floerecke voller Zuversicht

Der 34-jährige Stefan Floerecke, der Politikwissenschaft studiert hat und sich anschließend als Grafik- und Webdesigner selbständig machte, verpasste mit 48,5 Prozent am 15. März nur knapp die absolute Mehrheit, um direkt ins Emmeringer Rathaus einzuziehen. Der verheiratete Vater eines Sohnes sitzt seit zwölf Jahren im Gemeinderat, ist Jugendreferent der Gemeinde und seit 2014 auch Referent für Kinder-, Jugend und Familienangelegenheiten im Kreistag. „Das große Vertrauen der Emmeringer Bürger und der deutliche Vorsprung zu meinen Mitbewerbern im ersten Wahlgang lässt mich hoch motiviert und voller Zuversicht in die Stichwahl gehen“, glaubt Floerecke an sich.

Florecke gibt sich erfahren und jung

Sein Ziel als Bürgermeister ist es, Emmering moderner, nachhaltiger, generationengerechter und noch familienfreundlicher zu gestalten. „Dazu braucht die Gemeinde einen jungen Bürgermeister, der langjährige und weitreichende Erfahrungen im politischen Tagesgeschäft mit sich bringt und gleichzeitig das Amt länger als nur sechs Jahre ausübt."

Parteifreier Cording fühlt sich bestens gerüstet

„Stichwahlen haben mit dem DFB-Pokal eines gemein: Sie haben ihre eigenen Gesetze, “ sagt der 60-jährige Fritz Cording, der für die Freien Wähler (FW) als „politisch Unabhängiger“ bei den Wahlen mit 28 Prozent als zweiter Sieger hervorging. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Söhne rückte im Oktober in den Gemeinderat nach. Der ursprünglich gelernte Augenoptiker blickt als späterer Beamter im gehobenen Dienst auf über drei Jahrzehnte Berufserfahrung in der Verwaltung zurück. Eingesetzt beim Bauamt im Landratsamt, bei der Stadt Bruck zuständig für die Bereiche Kindertagesstätten, Schulen, Jugend, Senioren, Vereine, EDV und Organisation sowie seit 2012 als Geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Seefeld sieht er sich als parteifreier Bürgermeister bestens gerüstet, um die unterschiedlichen politischen Gruppierungen im Gemeinderat unter einen Hut zu bringen.

Neben den laufenden Projekten Feuerwehrhaus, Bürgerhaus-Vorplatz und Umbau der Hauptstraße ist für Cording auch die Bürgerbeteiligung wichtig.

Corona-Krise erschwert Wahlwerbung

Die Corona-Krise mit ihren erlassenen Beschränkungen stellt für beide Kandidaten zweifellos ein Hindernis in ihrer persönlichen Werbung bis zum Sonntag dar. Auch wenn der Vorsprung von Floerecke bei der ersten Wahl gut 20 Prozent betrug, so fangen Stichwahlen wieder bei null an. Entscheidend ist, zu wem die Wähler tendieren, die zuvor den drei Kandidaten, die es nicht in die Stichwahl geschafft haben, ihr Vertrauen schenken werden.

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