Stichwahl am 29. März

Andreas Magg (SPD) und Maximilian Gigl (CSU) wollen auf den Olchinger Rathausthron

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Der amtierende Bürgermeister Andreas Magg (links) und Maximilian Gigl.

Olching - Der amtierenden Bürgermeister Andreas Magg (SPD) und der CSU-Kandidaten Maximilian Gigl wollen beide in der Stichwahl am 29. März Olchings Bürger von sich überzeugen.

Bei den Wahlen vom 15. März erzielte Magg 45,80 Prozent (5.761 Stimmen), Gigl erreichte 31,1 Prozent (3.912 Stimmen). Damit konnte Magg zwar keine absolute Mehrheit erreichen, dennoch lässt er sich davon nicht entmutigen. „Bei sechs Bewerbern ist es ein sehr gutes Ergebnis. Nur die größten Optimisten hatten damit gerechnet, dass es im ersten Wahlgang gleich klappt,“ äußert sich der 42-Jährige. Und auch Maggs Konkurrent zeigt sich weiterhin optimistisch. „Mit dem Wahlergebnis haben wir unser erstes Zwischenziel erreicht. Nun ist alles offen,“ kommentiert der 27-jährige CSU-Kandidat das Ergebnis. Nun ist die Stichwahl nur noch wenige Tage entfernt. Die Briefwahlunterlagen sind verschickt.

Maximilian Gigl: Fragen, wo wir hinwollen als Stadt

Gigls Ziele sind vielfältig, mehr Arbeitsplätze in Olching, ein zuverlässiger S-Bahnverkehr und viele weitere Punkte stehen auf seiner Agenda. Darüber hinaus strebt Gigl für die Zukunft von Olching aber vor allem auch eine Priorisierung von Projekten an. „Wir müssen uns fragen, wo wir hinwollen als Stadt. Außerdem muss klar entschieden werden, was kann warten und was ist besonders dringend,“ erläutert Gigl. Laut dem 27-Jährigen wurde bisher viel in Olching angekündigt, aber kaum etwas ginge voran. „Manchmal muss man erst einmal ein wenig abwarten und dann Dinge kommunizieren, denn schließlich müssen wir ein verlässlicher Partner für den Bürger sein,“ erklärt er. Besonders wichtig ist dem Elektronikingenieur vor allem, die Sorgen und Nöte der Bürger zu hören und zu erkennen. „Wir müssen am Bürger dran sein. Die Leute sollen sich ernst genommen fühlen,“ betont er. Den direkten Austausch mit den Bürgern will der CSU-Kandidat auch für verschiedene Projekte nutzen. „Wir müssen die Leute mitnehmen und Themen wie die Paulusgrube transparent darlegen,“ betont der Bürgermeisterkandidat deshalb. Seit 2011 gibt es Überlegungen wie das stadteigenen Grundstück Paulusgrube und das angrenzenden Bahn- oder Aurelis-Areals in Olching optimal genutzt werden kann.

Andreas Magg: Gute Lösungen für Olching

Doch nicht nur der 27-jährige CSU-Kandidat setzt das Thema Bürgernähe ganz oben auf seine Liste. Auch Bürgermeister Magg ist es wichtig, stets ein offenes Ohr für die Bürger zu haben. „Zunächst kann man sich bei mir darauf verlassen, dass ich erst gut zuhöre, dann sage, was ich tun werde und auch tue, was ich gesagt habe. Ich stehe zu meinem Wort,“ unterstreicht er. Laut des 42-Jährigen habe er in den letzten zwölf Jahren seiner Amtszeit aus Gesprächen und durch das Anpacken vielerlei Herausforderungen Erfahrungen ansammeln und gute Lösungen für Olching erreichen können. „Und ich habe noch viel vor,“ fügt er an. Zusätzlich legt der amtierende Bürgermeister vor allem darauf wert, Olching als attraktive und vielseitige Heimat weiter fortzuentwickeln. „Dazu gehören eine Vielzahl von Maßnahmen,“ erklärt Magg und zählt neben bezahlbarem Wohnen, moderne Schulen und Kitas und der Förderung von ÖPNV und Fahrradverkehr auch eine nachhaltige Stadtentwicklung auf. „Die Energiewende vor Ort spielt dabei eine zentrale Rolle,“ ergänzt der 42-Jährige.

Freie Wähler geben Wahlempfehlung ab

Die Freien Wähler Olching (FWO) haben bereits beschlossen, wen sie bei der Stichwahl unterstützen wollen. Denn die CSU fordert unter anderem eine Ganztagsbetreuung an allen Schulen und eine bessere, allen Generationen gerecht werdende Stadtplanung sowie die Stärkung aller Stadtteile. Aus diesen und weiteren Gründen fiel die Wahl der FWO auf Gigl. Laut Pressemitteilung erwarten die Freien Wähler Olching durch die Wahl Gigls „einen Politikwechsel hin zu einer Bürger-näheren und zukunftsorientierten Verwaltung“.

Julia Huß

Update: 

ÖDO gibt keine Wahlempfehlung ab

Zur bevorstehenden Stichwahl hat sich das Team der ÖDP in Olching entschlossen, keine Wahlempfehlung abzugeben. "Hierfür sind die Standpunkte der Kandidaten, gerade hinsichtlich üdwestumfahrung und Ausbau der Paulusgrube, zu weit von unseren Vorstellungen entfernt", so Ulrike Girtner, designierte Stadträtin im neu gewählten Stadtrat Olching. Zumal sich die Schwerpunkte durch die Coronakrise deutlich ändern werden, ist sich die ÖDP sicher: Jetzt geht es darum, den bestehenden Einzelhandel und die Unternehmen vor Ort zu unterstützen und die Nahversorgung auszubauen. "Denn gerade diese Krise zeigt, wie wichtig es ist, vor Ort zusammen zu halten und die Versorgung nicht allein von globalen Lieferketten und multinationalen Unternehmen abhängig zu machen", so Ulrike Girtner.

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