Areal soll ab September für andere Sportarten zur Verfügung stehen

Stockschützenanlage mit neuem Nutzen

Areal der ehemaligen Stockschützen in Fürstenfeldbruck.
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Das Areal der ehemaligen Stockschützen soll umgestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
  • vonMaximilian Geiger
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Fürstenfeldbruck – Streetsoccer-Plätze, Basketball-Felder und ein Beachvolleyball-Platz – die ehemalige Stockschützenanlage südlich der Heubrücke soll entsprechend umgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Darüberhinaus wird das Vereinsheim des Clubs ab September dem Stadtjugendrat zur weiteren Nutzung überlassen.

Das gesamte Areal des aufgelösten Stockschützen-Clubs soll als öffentlich zugänglicher Platz und Treffpunkt für Jugendliche zur Verfügung gestellt werden. Hierfür werden entlang der asphaltierten Stockschützenbahn weitere Sitzbänke und Mülleimer aufgestellt. Zusätzlich sollen Findlinge als Sitzgelegenheit dienen. Die Bahn selbst soll für sportliche Aktivitäten umgebaut werden: Auf der nördlichen Hälfte ist ein Streetsoccer-Platz vorgesehen, auf dem südlichen Teil werden vier Basketballkörbe installiert. Südwestlich der asphaltierten Fläche könnten zwei Beachvolleyball-Felder errichtet werden. Ein entsprechendes Nachnutzungskonzept beschloss der Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Der Stadtjugendrat erhält für seine Zusammenkünfte und Aktivitäten das Vereinsheim. Michael Maurer, Leiter des Amts für Bildung, Familie, Jugend und Sport, verknüpft damit auch die Hoffnung, dass durch die Präsenz des Stadtjugendrats vor Ort „eine gewisse soziale Kontrolle auf Gleichaltrige“, die sich dort treffen, ausgeübt werden kann. Zusätzlich soll ein Beirat der jugendlichen Nutzer etabliert werden, der die Verantwortung für das Areal übernimmt.

Bedarf an Sportflächen nach wie vor groß

Sportreferent Martin Kellerer (CSU) macht in seinem Antrag zur Umgestaltung des Areals zwischen Amper und Fürstenfelder Straße darauf aufmerksam, dass der Bedarf an Sportflächen in der Großen Kreisstadt nach wie vor groß sei. Auch wurde in der Vergangenheit immer wieder nach einem weiteren Beachvolleyballfeld nachgefragt, da dieser vor allem bei Jugendlichen sehr beliebten Sportart bisher nur am Pucher Meer nachgegangen werden kann. Alle anderen Anlagen auf dem Stadtgebiet sind nicht öffentlich zugänglich.

Kontrovers diskutiert wurde die weitere Nutzung des südlich angrenzenden Fußballfeldes, das derzeit vom Sportclub Fürstenfeldbruck (SCF) genutzt und auch gepflegt wird. Nach den Vorstellungen Kellerers soll dies der Stadt überlassen und für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Die Verwaltung führe diesbezüglich bereits Gespräche mit dem SCF. Alexa Zierl (ÖDP) wies darauf hin, dass die öffentlichen Bolzplätze in der näheren Umgebung allesamt „von Maulwürfen unterwandert“ und zum Teil kaum noch bespielbar seien. Ein geregelter Spielbetrieb verhindere dies, da „Maulwürfe anscheinend keine Erschütterung mögen und sich daher von gut genutzten Fußballplätzen“ fernhielten.

Ferner soll auf Anregung des Sportbeiratsvorsitzenden Joachim Mack westlich des Fußballplatzes ein sogenannter Pumptrack, ein Rundkurs aus Lehm oder Erde speziell für BMX und Mountainbikes, errichtet werden. Die Kosten für die Umgestaltung belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 80.000 Euro. Der Fußballplatz könnte bereits ab September genutzt werden. Die Baumaßnahmen an der Stockschützenbahn sollen 2022 umgesetzt werden. Bis 2023 sollen dann auch Pumptrack, Findlinge und eine Feuerstelle genutzt werden können.

Peter Fischer

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