Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet lud den früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zum Neujahrsempfang in Maisach ein 

Stoiber überreichte diesjährigen Ehrenpreis beim Neujahrsempfang in Maisach 

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Klaus Rottach freut sich über die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis der CSU Maisach (v. li.): Bocklet, Seidl, K. Rottach, Kemether (verdeckt), Stoiber, H. Rottach, Müller, Karmasin

Maisach – Die Festrede des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber sowie die Auszeichnung des langjährigen ersten Vorsitzenden des TSV Gernlinden, Klaus Rottach, mit dem Ehrenpreis der CSU Maisach zählten am 16. Januar zu den Höhepunkten des Neujahrsempfangs der Maisacher CSU.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Turnhalle der Grundschule in Maisach, in der im jährlichen Wechsel mit der Grundschule im Ortsteil Gernlinden heuer der Neujahrsempfang stattfand. Vor über 300 Gästen, darunter u. a. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, auf dessen Einladung Stoiber nach Maisach gekommen war, sowie Landrat Thomas Karmasin, zahlreichen Kommunalpolitikern, Vereinsvertretern und Bürgerinnen und Bürger aus den Maisacher Ortsteilen, erläuterte Stoiber in seinen „Gedanken zum neuen Jahr“, warum die Deutschen eigentlich keinen Grund haben, pessimistisch zu sein. Deutschland gehe es wirtschaftlich überdurchschnittlich gut, so der Ministerpräsident a. D. Mit 42 Millionen Beschäftigten habe man einen Höchststand erreicht, den es zuvor im Land nie gegeben habe. Er sei dankbar in einer Epoche ohne Krieg geboren zu sein, erinnerte der Wolfratshausener an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und den Zweiten Weltkrieg vor 75 Jahren. „Unsere Großväter und Väter waren geprägt vom Krieg“, so Stoiber. Jetzt sei unsere Sorge, „hoffentlich gehe es unseren Kindern einmal so gut wie uns.“ Er mahnte, zufrieden und optimistisch nach vorn zu blicken. Als eine Schwäche der Demokratie bezeichnete Stoiber die zeitlich kurze Betrachtungsweise der Politiker, „weil sie wieder gewählt werden wollen.“ Allerdings stellte er auch heraus, dass ihnen der Frieden in Europa zu verdanken sei. 

 Zum Ende seiner kurzweiligen, immer wieder von Applaus unterbrochenen Rede ging der 72-Jährige auf die Bedeutung des Ehrenamts ein. Stoiber bezeichnete das Ehrenamt als Rückgrat der Gesellschaft, das so nur in einer Demokratie möglich sei. Dabei wies der Politiker auf die wachsende Bedeutung des Ehrenamtes auch im Hinblick auf den demografischen Wandel und der immer größer werdende Verschuldung des Staates hin. „Der Staat muss lernen, mit dem auszukommen, was er einnimmt“, meinte Stoiber. Im Jahre 1970 hatte Deutschland 64 Milliarden Schulden, heute sind es 2.000 Milliarden, gab der Politiker zu bedenken.

 Standing Ovations erhielt der diesjährige Ehrenpreisträger Klaus Rottach zum Abschluss des Neujahrsempfangs für seine besonderen Verdienste um das Gemeinwohl. Er ist der sechste Preisträger des seit 2004 von einer Jury ausgelobten Ehrenpreises. „Ich bin sehr stolz, aus Ihren Händen, Herr Ministerpräsident a. D., den Ehrenpreis überreicht zu bekommen“, sagte der am gleichen Tag seinen 73. Geburtstag feiernde Klaus Rottach sichtlich ergriffen. In der Laudatio hatte zuvor sein Neffe Hubert Rottach das seit vielen Jahrzehnten vielfältige ehrenamtliche Engagement des Ehrenpräsidenten des TSV Gernlinden gewürdigt. Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang vom Gesangverein Maisach unter der Leitung von Christian Meister und vom Bläserensemble der Blaskapelle Maisach unter der Leitung von Franz Kellerer. Die Begrüßung und das Schlusswort sprach CSU-Ortsvorsitzender Christian Kemether. Maisachs Bürgermeister Hans Seidl stellte in seinem Grußwort die Erfolge der Gemeinde im zurückliegenden Jahr heraus, warf einen Blick in die in naher Zukunft anstehenden Projekte und dankte den Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihren persönlichen Einsatz, ohne den die Gemeinde nicht diese Lebensqualität besitzen würde.

Dieter Metzler 

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