14 Stollen mit  "sehr gut" und neun "gut"

Bäcker lassen ihre Stollen prüfen

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Bei der Stollenprüfung in der Sparkasse (von links): Prüfer Manfred Stiefel, Werner Nau (Obermeister), Ehrenobermeister Franz Höfelsauer und Bäckermeister Martin Reicherzer.

Seit 13 Jahren bewertet Bäckermeister und Prüfer Manfred Stiefel aus Konstanz unter anderem das Aussehen, den Geruch und natürlich den Geschmack von Backwaren aller Art. Allein in diesem Jahr hat Stiefel bereits über 500 Stollen probiert und zum Teil auch prämiert. Am 27. November reihten sich weitere 26 Stollen in seine Liste ein – bei der freiwilligen Stollenprüfung in der Sparkasse in Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck - Als Prüfer von Backwaren hat Manfred Stiefel in den 13 Jahren schon allerlei erlebt und auch probieren dürfen. „Einmal hatte ich einen Stollen, der mit Weiß- wurst gefüllt war“, erzählt er. Allerdings hätte weder die Idee noch der Geschmack den Konstanzer überzeugt. 

Experimente wie diese erwarten Stiefel am 27. November nicht. Die Auswahl der zu prüfenden 26 Stollen reicht hier vom klassischen Butterstollen – seinem Liebling – zu Mohnoder Quark bis hin zu Stollen mit Trockenfrüchten. Zehn Stollen hat er bisher geprüft und scheint zufrieden: „Die erste Hochrechnung ist sehr positiv“, bilanziert er und nimmt einen weiteren Butterstollen in die Hand und überprüft zunächst das Aussehen. „Ich achte hier darauf, wie gut der Zucker verteilt ist“, erklärt er. Im nächsten Schritt überprüft Stiefel die Kruste. Dabei gilt: „Je dicker die Kruste, desto trockener der Stollen“, erklärt der Fachmann. 

Punkteabzug für jeden Makel

Für jeden Makel, den der Fachmann findet, gibt es Punkteabzug. Bewertet wird anhand folgender Kriterien: Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaft, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch und zuletzt der Geschmack. Auch wenn die Kunden, den geprüften Stollen anschließend probieren können, dient diese Prüfung vor allem den Bäckern selbst. Denn manche Makel würde womöglich selbst den Bäckern nicht auffallen – Bäckermeister Stiefel allerdings schon. Sechs Bäckereien – Bäckerei Nau, Bäckerei Drexler, Bäckerei Wimmer, Bäckerei Schmitt, Bäckerei Reicherzer und Rackls Backstubn – stellten sich, wie schon in den vergangenen Jahren, dieser Herausforderung. Das Ergebnis: Von den 26 geprüften Stollen erhielten 14 in diesem Jahr die Bestnote „sehr gut“, neun bekamen die Note „gut“ und lediglich drei wurden nicht prämiert. „Die waren entweder zu frisch oder es gab zu viel zu kritisieren“, erklärt Ehrenobermeister Franz Höfelsauer. 

Nur wenige Teilnehmer bei Prüfung

Als Schade empfindet Höfelsauer, dass es auch in diesem Jahr nicht gelungen sei, weitere neue Bäckereien für die Prüfung zu gewinnen. „Wir hätten uns mehr Stollen gewünscht“. 

Felix Hamann

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