Zwölf Bäckerbetriebe stellten sich mit ihrem  weihnachtlichen Traditions-Gebäck der Jury

Eine "Eins" für über die  Hälfte der 45 getesteten Stollen in FFB 

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Qualitätsprüfer Manfred Stiefel, Brucks Bäcker Obermeister Werner Nau und Dachaus Bäcker Obermeister Ludwig Kloiber freuten sich über das sehr gute Ergebnis der diesjährigen Stollenprüfung.

Fürstenfeldbruck – Stollen: ein Weihnachtsgebäck mit Tradition. Aber ist wirklich alles so köstlich, wie es aussieht? Im Foyer der Sparkasse in Fürstenfeldbruck führten die Bäcker-Innungen aus Dachau und Fürstenfeldbruck erstmals gemeinsam eine Stollenprüfung durch.  Am 27. November stellten sich zwölf Bäckerbetriebe aus den beiden benachbarten Landkreisen dem fachmännischen Urteil von Qualitätsprüfer Manfred Stiefel von der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim.

Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen: 55,56 Prozent der insgesamt 45 Stollen erhielten die Note sehr gut, 44,44 Prozent wurden mit gut bewertet. Die beiden Obermeister der benachbarten Innungen, Werner Nau von der Brucker Innung und Ludwig Kloiber von der Dachauer Innung zeigten sich hocherfreut über das tolle Ergebnis. „Handwerkliche Qualität kennt keine Geheimnisse und scheut keine Öffentlichkeit“, so die Obermeister. Neben der Qualitätssicherung dient die Stollenprüfung den Bäckereien auch als ein gutes Marketinginstrument. Bereits vor mehr als 40 Jahren hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks eine Qualitätsprüfung als freiwillige Selbstkontrolle ins Leben gerufen. Das Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) bewertet mit seinen speziell ausgebildeten Qualitätsprüfern nach einem festgelegten Prüfsystem Stollen. Für die geschmackliche Bewertung ist es wichtig, dass die Stollen gut durchgezogen sind. Empfehlenswert sind abgelagerte Stollen, die sieben bis 14 Tage alt sind.

 Neben dem Fachexperten hatten auch die Kunden der Sparkasse und die Brucker Bevölkerung Gelegenheit, die Stollen zu probieren und konnten sich dabei ihr eigenes Urteil bilden. Zu den Prüfungskriterien zählen traditionell Form und Aussehen, Oberfläche- und Krusteneigenschaft, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch- und Geschmack. Neben Stollen wurden auch Früchtebrot und erstmals Lebkuchen einer Qualitätsprüfung unterzogen. 

Der kritischen Prüfung vor den Augen der Öffentlichkeit unterwarfen sich von der Brucker Innung die Bäckereien von Obermeister Werner Nau, aus Grunertshofen, Uli Drexler aus Jesenwang, Max Wimmer aus Fürstenfeldbruck, Willi Bücherl aus Fürstenfeldbruck, Brigitte Schmitt aus Germering und Xaver Rackl aus Olching. Aus dem Landkreis Dachau beteiligten sich die Innungsbetriebe von Thomas Obeser, Peter Denk und Dieter Arnold alle aus Dachau, Hans Pest aus Markt Indersdorf, Obermeister Ludwig Kloiber aus Petershausen und Georg Kornprobst aus Hilgertshausen. Alle diese Betriebe freuten sich, als sie am Mittag ihr Zertifikat mit dem ausgezeichneten Prüfungsergebnis in Empfang nehmen konnten. 

Dieter Metzler

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