CSU-Fraktion im Brucker Stadtrat übt Kritik – Stadtrat Droth stellte Antrag - Dringlichkeitsliste

"Brucks Straßen teilweise in einem unhaltbaren Zustand"

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Das DHL-Zentrum steht den Planungen der CSU-Fraktion im Wege

Fürstenfeldbruck – Brucks Straßen befinden sich nach Meinung der CSU-Fraktion im Brucker Stadtrat teilweise in einem unhaltbaren Zustand. Im Namen der Fraktion stellte deshalb Stadtrat Markus Droth an Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil den Antrag, die Stadtverwaltung zu beauftragen, eine Dringlichkeitsliste von Straßen und Wegen im ersten Quartal 2015 zu erarbeiten, die dringend renoviert werden müssen.

Über Jahre und Jahrzehnte hinweg wurden viele Straßen immer nur mit sogenannten Spritzteerdecken ausgebessert, doch längst seien in vielen Bereichen diese Form des Straßen- und Wegeunterhalts an ihre Grenzen gestoßen. „Die Straßen sind die reinsten Buckelpisten“, beklagt Droth den Zustand, was besonders bei Krankentransporten unzumutbar sei. Auch garantieren die Straßen keine Verkehrssicherheit mehr, insbesondere für die Fußgänger. Die Bordsteinkanten seien nicht mehr erkennbar, die Verkehrsbereiche gehen ineinander über. Im Winter sei der Zustand dieser Straßen besonders kritisch durch Glätte und nicht einheitlich räumfähig. Als Beispiel führte Droth die Fürstenfelder Straße, Aicher Straße, Bahnhofstraße und Richard-Higgins-Straße auf. Als die zentrale Verkehrsader im Brucker Westen genieße die Richard-.Higgins-Straße höchste Priorität bei der Erarbeitung des Renovierungsplans. Dazu sollte die Kreuzung Rothschwaiger-, Heimstätten- und Richard-Higgins-Straße in die Renovierungsplanungen mit einbezogen werden, schlägt Droth in dem Antrag vor.

 Dringend erneuert werden müssten auch die Radwege, zum Beispiel an der Schöngeisinger Straße. Ein  großer Fahrzeug-Rückstau entsteht arbeitstäglich auf der Oskar-von-Miller und Fürstenfelder-Straße bis auf den Rothschwaiger Berg hinauf. Als Lösung schlägt Droth im Namen der CSU-Fraktion vor, Flächen vom DHL-Logistik-Zentrum als Straßen- und Verkehrsraum zu beplanen. Dadurch könnte das ganze Umfeld städtebaulich aufgewertet werden, argumentiert Droth. Nachdem eine Verlagerung der Bundesstraße zwei nicht realisierbar ist, würde diese Lösung an Bedeutung gewinnen. Allerdings müsste dann mit dem DHL-Zentrum wegen einer Verlagerung verhandelt werden. Die von der Stadtverwaltung erstellte Dringlichkeitsliste sollte Jahr für Jahr abgearbeitet und überarbeitet werden, fordert die CSU-Fraktion im Antrag. Parallel zu dem Renovierungsbedarf ergebe sich laufend ein Neuplanungsbedarf. Auch dieser sollte in die jährliche Fortschreibung aufgenommen werden. In den städtischen Haushalt sollten die jeweils notwendigen Mittel entsprechend der Dringlichkeitsliste eingebracht werden. 

Dieter Metzler

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