Strom Germering startet Pilotprojekt mit vier Fahrzeugen

E-Carsharing kommt

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Eine der Ladestationen befindet sich hinter dem Rathaus in der Domonter Straße.

Während in den USA der bislang längste Shutdown in der Geschichte des Landes ausgebrochen ist und die Regierungsmitarbeiter gezwungen sind, ihre Arbeit niederzulegen und dementsprechend kein Gehalt erhalten, haben die Germeringer Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Strom Germering und der Stadtwerke einen Grund zur Freude: demnächst startet ein Pilotprojekt des E.On-Konzerns, bei dem sich Strom Germering beworben hatte und den Zuschlag bekam. Am Dienstag, 15. Januar, stellte Geschäftsführer Anton Kottermair dem Stadtrat die „Mobilität von morgen“ in Form eines E-Carsharing-Modells vor.

Germering - Um eine realistische Einschätzung des Nutzungsverhaltens zu erhalten, so erklärt Kottermair, werde eine zwölfmonatige Testphase von einer ebenfalls zwölfmonatigen Anschlussphase abgelöst. Zielgruppe seien neben den städtischen Mitarbeitern auch alle Germeringer Bürger sowie Firmen und Vereine, die je nach Nutzung gegen die Zahlung einer Pauschale oder einem Preis von 4,50 Euro pro Stunde die Fahrzeuge nutzen können. Die geplanten Standorte für die drei Pkw und den Kleinbus werden im Bärenweg 13, der Domonter Straße, der Max-Reger-Straße und in der Tristanstraße sein. Auch wenn die Anzahl der zur Verfügung stehenden Autos bei einigen Stadträten wie Oliver Simon (CSU) oder Herbert Sedlmeier (CSU) nicht auf eine positive Resonanz stieß, wurde der Beschlussvorschlag wohlwollend eingehend befürwortet. Kottermair wies in dem Kontext darauf hin, dass Strom Germering mit den vier Fahrzeugen an seiner finanziellen Grenze angelangt wäre , aber weitere Fahrzeuge nach einer gelungenen Testphase hinzukommen können. 

Schritt zur "grünen Kommune"

Für die Stadt Germering werden dabei keine Fixkosten entstehen, auch werde der Hauptaufgabenbereich nicht von ihnen übernommen, sondern von Strom Germering. Als Vorteile des E-Carsharing-Modells nennt Kottermair vordergründig eine flexible Nutzung und die Schonung der Umwelt. „Das ist ein erster Schritt hin zur grünen Kommune und hat damit auch eine Imagesteigerung für die Stadt Germering zur Folge“, so der erst im Sommer 2018 als Geschäftsführer von Strom Germering eingesetzte Kottermair. Als nächste Schritte werden erste Werbemaßnahmen und der Aufbau der Internetseite mit einem Buchungstool folgen. 

Claudia Becker

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