Portugiesischer Musiker im Krankenhaus, doch nicht außer Lebensgefahr – Stromschlag beim Abbau der Technik

Stromschlag beim Altstadtfest

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Die  Bühne, auf der sich der tragische Unfall ereignete, wurde von der Kripo abgesichert und für die Dauer der Ermittlungen, in die ein Gutachter eingeschaltet worden ist, gesperrt. 

Fürstenfeldbruck – Das diesjährige Altstadtfest wurde von einem tragischen Unfall überschattet. Am Ende des ersten Abends der dreitägigen Veranstaltung erlitt ein Musiker der portugiesischen Band „SEGURA-te“, die den ganzen Abend auf der Bühne in der Pucher Straße gespielt hatte, beim Abbau der Technik einen Stromschlag. Der Musiker wurde noch vor Ort reanimiert und ins Brucker Krankenhaus gebracht. Wie das Polizeipräsidium Obb. Nord  am Montag auf Anfrage bestätigte, soll der Musiker, der nach wie vor im künstlichen Koma liegt, noch nicht außer Lebensgefahr sein.  Es sei noch nicht abschätzbar, wie sich der gesundheitliche Zustand bei vollem Bewusstsein verändere.   

Oberbürgermeister Klaus Pleil entschied, das Altstadtfest dennoch nicht abzubrechen, weil sich der Verletzte nach Aussagen der Ärzte bereits am Samstag wieder in einem stabilen Zustand befand. Der Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht. Um diese Zeit hielten sich noch rund 40 Besucher in der Nähe der Bühne in der Pucher Straße auf, als das Bandmitglied beim Abbau der Technik einen Stromschlag erlitt. Die Versorgungskette vom Unfall bis zur Einlieferung ins Krankenhaus nach Eingang des Notrufs bei der Polizei funktionierte vorbildlich. Neben den Rettungskräften und der Polizei war auch das Kriseninterventionsteam (Kit) des Gröbenzeller Malteserdienstes vor Ort und kümmerte sich um die übrigen Bandmitglieder, deren Freunde sowie die Besucher des Festes, die den tragischen Unfall unmittelbar miterlebt haben. Die Bühne, die die Kreisstadt zur Verfügung gestellt hat, wurde von der Kripo Fürstenfeldbruck abgesichert und für die weiteren Auftritte an den restlichen beiden Tagen gesperrt. Der Auftritt der Band Sequel am Samstagabend musste entfallen. Dafür spielte Cheerio Joe, verstärkt mit zwei Musikern, auf, die nicht auf eine Bühne angewiesen waren. Und der Auftritt der Linedancer, die ebenfalls ohne Bühne auskamen, fand am Sonntag direkt auf der Pucher Straße statt. Der Aufbau der Bühne erfolgte durch ein externes Unternehmen für Bühnentechnik, das die Stadt beauftragt hatte. Die Technik für den Auftritt der Band stammte von der Musikgruppe selbst. Erst nach Untersuchung der Unfallursache durch einen Gutachter wird die Bühne abgebaut. Bis dahin ist der Abschnitt der Pucher Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. 

Dieter Metzler

Die Stadt Fürstenfeldbruck gab zu dem tragischen Vorfall folgende Pressemitteilung heraus: (Datum: 26. 7. 2015). Der Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht, der Notruf ging bei der Polizei um 0:15 Uhr ein. Um diese Zeit waren noch rund 40 Besucher vor Ort. Laut Auskunft der Kripo Fürstenfeldbruck erfolgte die sofortige Reanimation durch ein Mitglied der Band, allerdings liegen uns hierzu auch andere Aussagen vor, dass es ein Besucher gewesen sein soll. Die Bühne wird von der Stadt zur Verfügung gestellt, der Aufbau erfolgt durch ein externes Unternehmen für Bühnentechnik. Die Technik für den Auftritt selbst stammt jeweils von der Band, die dort auftritt. Das Altstadtfest wurde nicht abgesagt, weil sich der Verletzte nach Aussagen der Ärzte bereits am Samstag in einem stabilen Zustand befand, eine Absage ihm nicht geholfen hätte. Während des traditionellen Gottesdienstes auf dem Altstadtfest am heutigen Sonntag wurde dem Verletzten auf Wunsch von OB Klaus Pleil gedacht. Gestern ist wegen der gesperrten Bühne der Auftritt der Band Sequel entfallen. Dafür spielte Cheerio Joe (verstärkt um zwei Musiker), die nicht auf die Bühne angewiesen waren. Heute findet der Linedance statt, der auch ohne Bühne auskommt.

Zum Unfallhergang, zu dem es mittlerweile unterschiedliche Aussagen gibt, können die Kripo und damit auch die Stadt aus ermittlungstechnischen Gründen derzeit keine Angaben machen."

Am Montag wurde der durch die Kripo abgesperrte Bühnenaufbau in der Pucher Straße durch einen Gutachter untersucht. Danach soll ein Schaden in der stromführenden Leitung der Lichtanlage/Lichterkette  aufgetreten sein. Der Defekt habe Teile der Bühnenkonstruktion unter Strom gesetzt, teilte der Polizeisprecher mit. 

 Die Stadt habe  zwar die Bühne zur Verfügung gestellt, der Aufbau sei  allerdings von einer externen Firma durchgeführt  worden,  und die Bühnentechnik selbst stamme von der Musikband, heißt es. 

Dieter Metzler 

 

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