Landkreis liegt unter dem oberbayerischen und bayerischen Durchschnitt

"Stunde der Wintervögel": Kohlmeise erobert im Landkreis den Thron zurück

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Die Kohlmeise kann sich ihren ersten Platz zurückerobern.

Landkreis - Das zweite Jahr in Folge erobert der Haussperling im Freistaat Platz 1 bei der „Stunde der Wintervögel“ von Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Naturschutzbund Deutschland (NABU). Über 110 Vogelarten und mehr als 685.500 Vögel haben die rund 27.000 bayerischen Teilnehmer dem LBV gemeldet. Pro Garten ergibt sich daraus ein Schnitt von etwa 35 Vögeln und damit zwei Vögel weniger als 2019. Im Landkreis Fürstenfeldbruck dagegen hat die Kohlmeise ihren Thron von 2018 zurückgewonnen.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck hat die Kohlmeise ihren Thron von 2018 zurückerobert. 2019 noch auf Platz zwei hinter dem Feldsperling, liegt der schwarz-gelbe Futterhausbesucher heuer vor dem Feldsperling und dem Haussperling. Damit belegt der bayernweite Gesamtsieger im Landkreis Fürstenfeldbruck nur den dritten Rang. Die Amsel bleibt stabil auf Platz vier, während die Blaumeise gleich drei Plätze im Vergleich zum Vorjahr gut macht und sich wie schon 2018 an fünfter Stelle einnistet. Dahinter folgen Buchfink und Stieglitz. Im Vergleich zu 2019 rutscht der Grünfink in der Region um einen weiteren Platz nach unten auf die Acht und bestätigt damit den allgemeinen Abwärtstrend dieser Art. Die Liste der „besten 10“ 2020 vervollständigen die Elster und der Buntspecht. Ähnlich häufig wie im gesamten Freistaat hat sich der Eichelhäher präsentiert – er klettert von Platz 21 im Vorjahr auf den 14. Rang. Allerdings haben die 492 Teilnehmer (696 in 2019) in 375 Gärten (490 in 2019) fast 5.500 weniger Vögel als 2019 gezählt. Runtergebrochen auf die Anzahl der Vögel pro Garten sind das im Schnitt nur 28 statt fast 33 wie vor einem Jahr.

Mit dieser Zahl liegt der Landkreis Fürstenfeldbruck deutlich unter dem bayerischen und dem oberbayerischen Durchschnitt. Das bestätigt den Eindruck vieler Gartenbesitzer, denen ihr Futterplatz oft verwaist vorkam. 

Gesamtergebnis im Bayernvergleich

Haussperling vor Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel – das ist die diesjährige Reihenfolge der Wintervögel in Bayerns Gärten. „Seit sechs Jahren hat es keine andere Art geschafft, eine der fünf Top-Platzierungen einzunehmen“, so Lange. Der Grünfink landet auf Platz sechs und macht damit zwei Plätze wieder gut im Vergleich zum Vorjahr. Die Plätze sieben und acht belegen Buchfink und Elster. Rabenkrähe und Eichelhäher schließen die bayernweiten Top zehn. Das Rotkehlchen rutscht damit auf Platz elf. Und wo bleibt der Erlenzeisig? Wurde der kleine, gelbgrün-gestreifte Finkenvogel letzten Winter als sechshäufigster Vogel gemeldet, hat er sich dieses Jahr rar gemacht und belegt nur Platz 16. Die Erklärung: Im vergangenen Jahr hat die winterliche Nahrungsknappheit zu einer Invasion von Erlenzeisigen aus Nord- und Osteuropa geführt. Dieses Jahr fand kein größerer Einflug der Vögel statt. 

Regionale Unterschiede

Die meisten Vögel bekamen mit 42,7 pro Garten die Teilnehmer in Niederbayern zu sehen, knapp gefolgt von 41,5 Vögeln pro Garten in der Oberpfalz. Auch in Oberfranken haben die Teilnehmer mit 39,4 pro Garten mehr Vögel als der bayerische Durchschnitt von 35,6 gezählt. Schwaben (38,4), Unterfranken (35,8) und Mittelfranken (33,9) liegen um den bayerischen Mittelwert. Nur die Teilnehmer in Oberbayern zählten mit 31,5 Vögeln pro Garten deutlich weniger als andere Vogelfreunde. 

Weitere landkreisgenaue Zählergebnisse können unter www.stunde-der-wintervoegel.de eingesehen werden. Die nächste Vogelzählung steht vom 8. bis 10. Mai an. Dann werden bei der „Stunde der Gartenvögel“ die Brutvögel in unseren Gärten und Parks erfasst.

red

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