Ökumenische Nachbarschaftshilfe in Fürstenfeldbruck bietet Spezial-Kurse an – Von der Krankenkasse bezuschusst 

Sturzprävention für Ältere erhält die Lebensqualität 

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Beim gemeinsamen Hanteltraining kräftigen die Senioren ihre Armmuskulatur

Fürstenfeldbruck - 30% der über 60-Jährigen und 50% der Heimbewohner/Innen erleiden in Deutschland mindestens einmal pro Jahr einen Sturz. Als Folge daraus kommt es bei mehr als 100.000 der Älteren zu einem Bruch des Oberschenkels. Sturzinduzierte Frakturen bedeuten neben Schmerzen nicht nur einen großen Verlust an Lebensqualität, sondern auch eine teilweise dauerhaft eingeschränkte Mobilität. Trotzdem - eine Vorsorge ist möglich.

 Die Ökumenische Nachbarschaftshilfe e.V. Fürstenfeldbruck bietet derzeit einen Präventionskurs für SeniorInnen zum Vorbeugen von Stürzen und deren gravierenden Folgen an. Physiotherapeutin Katja Bruns, die ausgebildete Trainerin nach dem Ulmer Modell ist (hinsichtlich Sturzprävention), praktiziert mit den KursteilnehmerInnen gezielte Kraft-und Gleichgewichtsübungen, die die Mobilität verbessern. Nach einem kurzen Begrüßungsritual als Spiel oder mit Musik auch als Sitztanz, zielen die nachfolgenden Übungen darauf ab, dass das Gleichgewicht, die Sensomotorik und die Koordination geschult werden, z.B. mit einfachen Schrittkombinationen, durch den Einsatz von Tüchern oder Luftballons, sowie anhand sensomotorischer Standübungen. Anschliessend wird die Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur gekräftigt: ¨Ich mache mit den Teilnehmern abwechselnd bestimmte Übungsabfolgen für die Arme mit Kurzhanteln, für die Beine mit Gewichtsmanschetten um die Sprunggelenke. Bei den Standübungen kann man sich am Stuhl festhalten. Die Armübungen finden im Sitzen statt. Der Wechsel ist für die Leute angenehmer¨, erzählt Katja Bruns. Die Sturzursache hat meist damit zu tun, dass die visuelle Wahrnehmung und die Bewegungskoordination im Alter nachlassen. ¨Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko gemindert wird, ist durch diesen Kurs deutlich höher¨, so die Physiotherapeutin. ¨Ebenso spielt der soziale Aspekt für die Gruppe eine sehr wichtige Rolle¨. Auch für den eigenen Wohnbereich gibt es wertvolle Tipps, um Sturz- und Stolperfallen zu vermeiden: Keine lose liegenden Teppiche auslegen, feste Hausschuhe (am besten mit Fersenriemen) anziehen, keine nassen und/ oder glatten Bodenoberflächen (Fußböden, Fliesen, Treppen) betreten, auf gute Beleuchtung achten und vieles mehr.

Die Ökumenische Nachbarschaftshilfe engagiert sich mit über 160 Fachkräften und Laienhelfern ehren-, neben- und hauptamtlich. Nach dem Motto ¨Miteinander-Füreinander¨ versteht sie ihre Hilfe unter einem ganzheitlichen Aspekt und sorgt sich nicht nur um das körperliche Wohlbefinden der von ihr betreuten Menschen, sondern auch um das seelische Wohl, die Hilfe und Zuwendung für die gesamte Familie. Die ersten Kurse für Sturzpräventon hat die Ökumenische Nachbarschaftshilfe e.V. Fürstenfeldbruck im Oktober 2011 angeboten und nimmt sie seither regelmäßig ins Programm. 

 Der nächste Kurs findet ab 30. April  zehn Mal mittwochs von 10:00 bis 11:00 Uhr im Bürgersaal (1. OG) des LiB- Mehrgenerationenhauses, Am Sulzbogen 56 statt. Die meisten Krankenkassen erstatten bis zu 80% der Kosten für den Kurs. Anmeldung und Informationen unter: Tel. 08141/ 3166-12 oder www.nbh-fuerstenfeldbruck.de

Nicole Burk 

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